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Die Insel der Zombies (17)

Stefan Meyer (meyer_stefan[at]t-online.de) schrieb am 02.02.99:
Nachdem saemtliche Horrorspielarten drankamen, musste auch der Voodoo-Kult herhalten. Interessant ist, dass sich dieses Hoerspiel nicht nur von klassischen Zombiefilmen beeinflussen liess (er gibt eindeutige Bezuege zu "Ich folge einem Zombie" aus den 40ern: Totenschaedel in einem Kreis aus Knochensplitter) sondern auch vom so verpoenten Zombie-Schocker der 70er und 80er: Francis' Zombies beissen und uebertragen dadurch den Fluch weiter (Dieses Motiv gab es vor Romeros Filmtrilogie nicht; Kannibalen sind sie jedoch nicht, das waere wohl zu brutal gewesen). Ansonsten gibt es ein paar schoene schaurige Momente und einen relativ ueberzeugenden, logischen Ausgang.

Harald Lutz (konga[at]t-online.de) schrieb am 28.04.99:
Ebenfalls ein Top-Hoerspiel. Obwohl ich immer skeptisch bin, wenn sich die bekannteren Herrschaften vor dem EUROPA-Mikrofon einfinden (hier Uwe Friedrichsen und Judy Winter), muss ich doch sagen: Hut ab. Beiden merkt man an, dass sie "nicht nur" professionelle Schauspieler sind, sondern auch exzellente Sprecher sein koennen.

Hasso (HassovonWedel[at]t-online.de) schrieb am 14.08.99:
Judy Winter und Uwe Friedrichsen, das Traumpaar aus "Perry Rhodan", sind leider die einzigen, die dieses Hörspiel interessant machen. Zwar gibt es viele gruselige Momente und die Auflösung am Schluß mit der "Inselkönigin" ist überraschend, aber eine wirklich bedrohliche Atmosphäre kam nicht auf. Sicherlich krankt auch dieses Hörspiel daran, daß das Zombiemotiv eher visuell besetzt ist und auf wirklich harte Brutalität, welche dieses Motiv meist mit sich bringt, aus naheliegenden Gründen, verzichtet werden mußte. Dennoch kein Flop!

Heiko Ziegler (HeikoZiegler[at]arcormail.de) schrieb am 14.09.99:
Die Insel der Zombies ist wirklich gelungen. Ich finde nur, daß die Zombies ein wenig zu kurz kommen. Man hätte ihnen doch mehr Anteil an dieser Folge zukommen lassen sollen. Dennoch sehr gut.

Holger (Huibuh23[at]gmx.de) schrieb am 20.01.00:
Die Geschichte und Sprecher geben eigentlich genug her, als dass man sich hier einfach mal mehr gewünscht hätte. Mehr Zombies, mehr und auch tiefergehende Handlung, mehr Sprecher vom Kaliber Friedrichsen/Winter und einfach mal statt den üblichen 40, in diesem Fall doch mal 70 Minuten!
Es sind wirklich zwei unterhaltsame Kassettenseiten, aber da wäre mehr drin gewesen. Schade!

Markus Duschek (mduschec[at]leonardo.syh.fi) schrieb am 03.02.00:
Eine meiner Favoriten, vor allem, weil es "Die Insel der Zombies" doch tatsächlich schafft eine atmosphärisch dichte duestere und stimmige Untotenmär jugendfreundlich, aber ohne Intensitätsverlust auf KASSETTE zu bannen ... Joi! Ist das Tape finster (Besonders der Auftritt der gebissenen Joana hat innerhalb der Serie nicht viel Konkurenz in Sachen Gänsehaut). Hat sich Francis Fulcis` "Woodoo" vorher angeschaut? Wahrscheinlich ... nur ist sein "Ab 12 Jahre" Hörspiel um Einiges gruseliger. Wie ihn wohl bei einer Weiterfuehrung Filme von Bava und Argento inspiriert hätten ... (Träum!). Einziges Manko: Gen Ende fuegt sich die vorher so ueberzeugend-toughe Clarissa Dayton doch allzu schnell der traditionellen (Francis?) Konvention und wimmert Jonas die Ohren voll, der ihr nur zu gerne das Ruder aus der Hand reisst, dass sie vorher aus den typischen Figurenschemas herausragen liess ... Abgerundeter ist die Rolle der Sandra, deren Rachefeldzug gerne das Hauptmotiv hätte sein können ... aber das wäre ja nur ohne diesen gelungenen Showdown möglich ... die bittersuesse Anfangs- und Schlussmusik bringt dem Ganzen, neben dem murrigen Machon, ein schickes, blutig-rotes I-Tuepfelchen! Ein echter Höhepunkt kurz bevor EUROPA "This Is The End" von den "Doors" auf den Plattenteller haute und die Serie innerhalb weniger Tage vom Erdboden verschwand ...

Frank Kuth (---) schrieb am 07.05.00:
Seit Jahren nicht mehr gehört, aber dennoch in positiver Erinnerung. Vor allem Uwe Friedrichsen glänzt mit seiner Leistung.

Larry (LARRY.SG[at]t-online.de) schrieb am 21.05.00:
Dieses Tape war eine regelrechte Bereicherung der Serie, wie auch schon Folge 16 und später die 18. Super Charaktere mit tollen Sprechern und einer Glanzstory voller Mystik und Gruselspannung. Die Handlung wird durch einige Personen angereichert, wie schon in Nummer 16 (früher kam man lieber mit fünf bis sechs Sprechern aus), was die Geschichte ungemein bereichert. Die Atmosphäre stimmt auch. Die Figur der Sandra ist besonders gelungen dargestellt in ihrer Tragik. Allerdings hätte ihr Ziel schon früher näher erkärt werden sollen, als erst am Ende. Übrigens das beste Ende überhaupt innerhalb der Reihe. Die Inselfolgen (10, 16 und 17) liegen bei mir seltsamerweise ganz vorn. Sie haben eine eigene Stimmung und die Protagonisten sind wirklich Gefangene. Nicht wie im Todesschloß, Hotel etc. (Folgen 1,2,3,4,6,8,11), da sie dort ja jederzeit abhauen könnten. Warum tun sie dies denn auch nicht? Ganz klar liegt dieses Hörspiel auf Platz 1, dicht gefolgt von Folge 18. Jedenfalls was meinen bescheidenen Geschmack angeht.

Y! (Absinth[at]gmx.at) schrieb am 13.06.00:
Im Kampf der Querverweise hier ein weiterer Schlag: Ich bin mir sicher, das Francis sich bei dieser Folge von "White Zombie" hat inspirieren lassen. Dabei handelt es sich um einen Film der 30er Jahre, mit Bela Lugosi als Hauptdarsteller.

Volker (cushing[at]uni-muenster.de) schrieb am 22.08.00:
Gar nicht übel. Auf unbehagliche Weise wird unsere Phantasie angeregt durch die Reaktion Clarissas, als sie das Gesicht des ersten Zombies sieht. Sie lässt schon vorab das Schlimmste befürchten, ebenso wie der Wahnsinnige in "Gräfin Dracula". Auch die atavistischen Trommeln und die Kadaverstätte tragen das ihrige dazu bei. Ganz zu schweigen von dem Kassettencover, das sich Kinder wirklich nicht vor dem Einschlafen ansehen sollten. Nur der übertriebene Akzent von Renate Schubert ist albern.

Daniel (Danielremini[at]hotmail.com) schrieb am 30.08.00:
Wieder eine Insel? Halt, nicht zu voreilig sein! Wir haben es hier nämlich mit Voodoo und Zombies zu tun. Ein neues Thema in der Gruselreihe. Wie ist es umgesetzt? Sehr gut, wir haben hier 2 Top-Sprecher, Judy Winter und Uwe Friedrichsen, welche wirklich diese Geschichte 'erleben' und nicht einfach nur 'runtersprechen'. Wir bekommen stimmungsvolle Karibik-Musik geboten, und eine Story, welche überraschend verläuft. Das Interessante bei dieser Folge ist für mich der Schlußdialog zwischen den beiden Männern. Höre ich da etwas 'Zynisches' heraus? Es 'schreit' förmlich nach einer Fortsetzung. Ein gutes Hörspiel, welches in die Top 5 gehört.

Michael Zöllner (michael.zoellner[at]gmx.net) schrieb am 22.09.00:
Diese Folge fand ich vor allem schon wegen dem Cover gruselig und auch die Geschichte an sich ist recht gut. Wie aber bereits erwähnt, kommen die Zombies etwas zu kurz. Die Sprecher sind sehr überzeugend und es macht Spaß ihnen zuzuhören. Ich habe mir diese CD heute zugelegt und habe sie gleich dreimal hintereinander mit meiner Frau angehört und so manche Kindheitserinnerung kam wieder zurück.

Mirko (Moonhouse22[at]aol.com) schrieb am 22.11.00:
Ja, das Cover ist wirklich gut gelungen. Ich habe leider nur die Neuauflage, deshalb weiß ich nicht ob die Anfangsmelodie (dieser karibisch angehauchte Querflötenboogie) original ist. Okay, die Folge ist natürlich wie alle EUROPA-Produktionen an das 45 Minuten-Limit gebunden aber: wer VOODOO-LAND von John Sinclair kennt (Doppelfolge und meiner Meinung nach eine der besten JS-Teile), wird gerade diese Kompaktheit zu würdigen wissen. Knackig. Auch schließe ich mich der Meinung an, Insel-Folgen der Francis-Reihe seien die besten. Dito. Am besten finde ich eigentlich den Anfang ... ihr wisst schon, den Teil mit der Brücke :-) ... die Zombies an sich hätten etwas mehr Unterstützung von Bert Brac gebraucht ... denke ich. Allerdings nicht ganz so klischeehaft wie einige andere Folgen (1,2,5,8 ...) ... die Story meine ich. Und beißende Zombies mag doch jeder, oder!? fazit: diese folge wäre es wert gewesen auf eine zwei-teiler-kassette gebannt zu werden ... aber dies bleibt wohl ein novum ... blablabla ... bela lugosi is god! i love you, mirko!

Christian Schulze Kalthoff (Chr.SK.[at]web.de) schrieb am 28.11.00:
Eine Superfolge! Die Story orientiert sich zwar in der Tat an Lucio Fulcis Splatter-Meisterwerk "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies", ist aber dennoch eigenständig. Das Hörspiel ist sehr atmosphärisch, gut gesprochen und für die Verhältnisse der Gruselserie sogar ziemlich heftig.

Marky-marc (---) schrieb am 23.12.00:
Ja! Gute Folge. Das Cover ist das beste der Serie (Ekelhaft). Die Zombies hätten tatsächlich etwas aktiver eingreifen oder sollt' ich beissen schreiben können. Ansonsten herrlich. Die Atmosphäre ist fast nicht zu toppen. Judy Winter an sich ist ja immer etwas naß-forsch was dem Frauen-Klischee der Grusel-Serie ja an sich gar nicht so gut gefällt (außer Dr. Doris Barn, die sich mit den Ameisen herumschlagen mußte und auch ziemlich tough war, fällt mir keine ein). Na ja. Eindeutig eine der besten Folgen. By the way: Die Melodie am Anfang ist definitiv original: Ich sage nur: "Quante da merra..." Wirklich nett.

trendy Andy (---) schrieb am 26.12.00:
Judy Winter und Uwe Friedrichsen sind die Absoluten Stars in der Folge!! Da diese Geschichte absolut genau so gut ist wie die Sprecher gibt es hier absolut rein garnichts auszusetzen, ausser Judy Winters Patzer "Sandra! warum erregen SIE sich so" Schulnote: 1

Joseph Baptist Machon (snare[at]gmx.at) schrieb am 24.01.01:
Für mich ein wahrer Klassiker; die dumpf-unheimliche Sound-Atmosphäre auf der Karibikinsel sowie die Leistung der Sprecher lässt einen einfach total versinken ... Spitze!

Sven-Oliver Elbracht (sven-oliver.elbracht[at]uni-bielefeld.de) schrieb am 28.02.01:
Eine gute Folge, sicherlich eine der besten innerhalb der gesamten Gruselserie. Das Einzige, was mich wirklich stört oder nervt, ist die Sprecherin der Voodoo-Priesterin. Das Ende der Handlung ist mir viel zu positivistisch. Das Gegenteil wäre viel interessanter gewesen, nämlich der Sieg der Toten, nennen wir sie teilweise auch Zombies, über die Lebenden. Auch hätte ich gerne einen Blick "ins Jenseits" riskiert, nämlich als die Voodoo-Priesterin zur Hölle fuhr. Die Geschichten der Gruselserie sollten meiner Meinung nach nicht nur im Diesseits, sondern nicht zu knapp im Jenseits selbst spielen, d.h. den Handlungsverlauf bis dorthin fortsetzen.

Oliver Schultze (efx[at]de.dreamcast.com) schrieb am 09.03.01:
Für mich die mittelmäßigste aller Folgen. Die Sprecher überzeugen durchaus und retten, was zu retten ist. Jedoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass unser geschätzter H.G. Francis auf den "Zombie-Zug" aufspringen wollte, dessen Thematik durch die hier bereits erwähnten Italo-Filmchen der 80er ziemlich populär war. Und so versucht er die böse beissenden, wenn auch nicht knabbernden Zombies mit dem kinderfreundlicheren Voodoo-Kult zu verquicken, was dann meiner Meinung nach auch ziemlich in die Hose ging. Mit geradlinigem Voodoo-Kult im klassischen Stile ohne Beißereien wäre er vermutlich besser beraten gewesen. Zudem treten die Zombies im Laufe des Hörspiels ziemlich schnell in den Hintergrund. Einzig der Showdown am Schluß lässt etwas Spannung auflodern, die jedoch genauso schnell niederbrennt, wie die Hütte. Und dabei ließ die Brückenszene doch anfangs hoffen ... Eben Mittelmaß.

Ripper (---) schrieb am 07.09.01:
Jaaaa ...!!!! Nach der Höllenfürstin aus Folge 8 ist diese Folge für mich der absolute Überhammer! Nix Mittelmaß, das ist Voodoo-Horror vom Feinsten, auch wenn diese Folge deutliche Ähnlichkeiten zu Dämonenkiller 5 ("Amok") aufweist. Kein Wunder, denn neben der für Francis obligatorischen Inselthematik, spielt hier ein gewisser Morton Collins, dessen Sprecher uns in seiner zweiten Identität als der Dämonenkiller Dorian Hunter auch bekannt sein dürfte, eine wichtige Rolle. Kult-Horror für alle, die reif für die Insel sind.

Tina (p12345[at]directbox.com) schrieb am 19.04.02:
Hi Leute, kann mir jmd. sagen wo man "Voodoo - die Schreckensinsel der Zombies" auf Video (möglichst auf deutsch) bekommen kann. Auch habe ich von einem Film der *Zombie 3* im jargon genannt wird. Da spielt die Zombieproblematik in einem Labor, oder so. Die Reihenfolge sei ja: Haus - Supermarkt - Labor, in der Zombie Reihe. Also freue mich auf eure Antworten. Grüßle Tina

Sigurd von Arnim (sigurd_von_arnim[at]hotmail.com) schrieb am 15.09.02:
Brillant. Dieses grandiose Zombie-Spektakel bietet dem geneigten Hörspiel-Fan wirklich alles, was das Grusel-Herz begehrt: eine interessante Grundidee, eine spannende, temporeiche und hinreichend verworrene, aber nie unübersichtliche Handlung mit vielen überraschenden Wendungen, eine geheimnisvolle Karibik-Insel-Atmosphäre, bedrohliche Requisiten (Voodoo-Puppen, Knochensplitter etc.), ausgezeichnete Sprecher und eine schaurig-schöne musikalische Umrahmung. Noch ein Nachtrag zum Thema 'Quellenforschung': ich könnte mir vorstellen, daß Francis sich neben den schon erwähnten Werken auch von dem Hammer-Film "Plague of the Zombies" (1965) - meines Wissens der einzige Zombie-Film von Hammer, lief in Deutschland unter den Titeln "Nächte des Grauens" und "Im Bann des Voodoo-Priesters" - hat beeinflussen lassen, insbesondere was die Figur des Morton Collins angeht. In dem genannten Film, der als beste Szene eine sehr starke Alptraum-Sequenz enthält, geht es um einen wenig sympathischen Großgrundbesitzer namens Clive Hamilton (war Hamilton nicht auch der zweite Vorname von Clarissas Vater?!), der seine in der Karibik erworbenen Voodoo-Kenntnisse zweckentfremdet, um mit einer ganzen Armada billiger Zombie-Arbeitskräfte ein stillgelegtes Silberbergwerk im Cornwall wieder in Betrieb zu nehmen und der sich nebenbei auch noch an der jungen Frau des Dorfarztes und ihrer besten Freundin, einer Professorentochter, vergreifen will. Diesen Typus des feudalen Raffzahns meine ich - neben einigen Kleinigkeiten, die aber auch Zufall sein können - bei allen vorhandenen Unterschieden in Morton C. wiederzuerkennen. Besondere Beachtung verdient meines Erachtens die Konzeption der Figur Jonas Pray, überragend gesprochen von Uwe Friedrichsen, der damit nach M. Kehlaus Gräfin die zweitbeste Sprecherleistung der Gruselserie abliefert. Pray ist allerdings, wie mir scheint, kein genretypischer, d.h. stereotyp und schablonenhaft gezeichneter Held, sondern eher das, was man als den literarischen Archeytpus des "Fremden" bezeichnen kann. Er gehört irgendwie nirgends richtig dazu und bleibt, was seine Motivationen und Hintergründe angeht, bis zum Schluß rätselhaft. Eingeführt wird er von Ungeheuer als "verwegen aussehender Mann", er selbst bezeichnet sich später als "Aussteiger"; sein gesamtes persönliches, berufliches und soziales Profil bleibt eigentümlich verschwommen. Wir erfahren weder in welcher Beziehung er genau zu Clarissa steht, noch warum er "Aussteiger" geworden ist und was ihn angetrieben hat, die Karibik bereisen zu wollen. Eine interessante, in gewisser Weise 'zwiespältige' Heldenfigur, deren Biographie offensichtlich Brüche aufweist und in deren Darstellung (bewußte) Leerstellen eingebaut sind. Verglichen mit einem glatten, idealtypischen Mainstream-Helden vom Schlage eines Angelo Menares - es bietet sich an, die männlichen Protagonisten in den beiden besten Hörspiele der Reihe direkt gegenüberzustellen - ist dieser von Pray repräsentierte Typus des Helden meiner Meinung nach der Reizvollere, Facettenreichere und wohl auch derjenige, der eher zur Identifikation einlädt. Vergleichen wir: Senhor Menares in Folge 8 ist in seinen sozialen wie ökonomischen Bedingungen eindeutig umrissen: er ist, wie seine Kletterkünste zu Beginn hinreichend belegen, jung und athletisch, seine Ehe mit Senhora Maria, die ich mir als sehr attraktiv und knackig vorstelle, scheint glücklich zu sein, die berufliche Stellung als Offizier der portugiesischen Marine sichert ihm vermutlich ein ordentliches Einkommen und einen mittleren bis gehobenen gesellschaftlichen Status. Angelos Leben verläuft also in geregelten Bahnen, so daß er bei seinem Abenteuer am Kap auf der Basis einer gesicherten bürgerlichen Existenz agieren kann; er ist auch der unangefochtene Wortführer der Gruppe (abgesehen von einigen Einlassungen Farias, der sich der Gräfin selbst vorstellen möchte). Auffällig ist allerdings Menares' völlige Sorglosigkeit und Naivität im Umgang mit der bedrohlichen Situation: alle Bedenken Farias schlägt er in den Wind ("in meinen Augen ist das Unsinn, was Sie da sagen", "ich denke gar nicht daran, bei diesem Sturm und diesem Regen nach draußen zu gehen", "diesbezüglich [daß er aus dem Haus herauskommt] mache ich mir keine Sorgen"), die Ängste seiner Frau wischt er leichthin zur Seite ("Du wirst Dich geirrt haben, Liebes!"), selbst der Name Dracula sagt ihm lange Zeit gar nichts. Ein völlig unbelasteter Held also, der mit seiner relativen Eindimensionalität und seinem mangelnden Problembewußtsein ein wenig an den Königssohn im Zaubermärchen erinnert. Ganz anders der 'anti-bürgerliche' Pray, dem Mißtrauen, ja offene Feindseligkeit entgegenschlägt: "[Machon:] Aussteiger?? Wie sind hier nicht scharf auf Herumtreiber und Tagediebe!" Dafür erfaßt er im Gegensatz zu Menares die auftauchenden Gefahren sofort und verfügt über einschlägige Sachkenntnisse, wie sein kleiner Vortrag über Voodoo und Zombies beweist. Ein durchaus problematischer Held, der, überspitzt formuliert, mit Wissen und Tatkraft das Fehlen äußerer 'heroischer' Attribute kompensiert, ein - im ursprünglichen Wortsinn - 'asozialer', ja fast byronischer Held, eine Art Geistesaristokrat. Vielleicht darf er aufgrund dieser Züge auch etwas tun, für dessen 'leichte Variante' anno 1986 der PSA-Kollege Brent als "sozialethisch desorientierend" auf den Index wanderte, nämlich eine psychisch labile Frau offen zu Blutrache und Selbstjustiz aufrufen: "[Jonas:] Sandra! Schießen Sie endlich! Rächen Sie sich! Rächen Sie Ihr Kind!" Zwar kann man hier mit einer Art Notwehrsituation argumentieren, muß dann aber auch in Rechnung stellen, daß Brent, wenn ich mich recht erinnere, die Tötung des Dr. Gorgo nicht anordnet, sondern 'nur' duldet; insofern ist Jonas' Tat im Sinne der zivilen Moral noch verwerflicher als die Larrys: unterlassene Hilfeleistung (Brent) vs. Aufruf zum Mord in einem minder schweren Fall (Pray). Und mit der Notwehr ist es wohl auch nicht so weit her, denn Jonas ist sich ja nicht mal sicher, ob der Tod Batuus die Zombies aufhält, er "hofft" es nur. Man könnte es aber auch so deuten, daß er für den Fall, daß er und Clarissa sterben müssen, Batuu einfach noch 'mitnehmen' will; aber ich will "uns Uwe" hier nicht unterstellen ... Zu beachten ist allerdings, daß Prays Aufforderung zur Gewaltanwendung nicht so selbstlos ist, wie er vorgibt; es geht ihm ja gar nicht um Rache oder Gerechtigkeit für Sandra und ihren gemeuchelten Nachwuchs, sondern nur darum, die eigene Haut zu retten. So gesehen instrumentalisiert er den Schmerz und die Trauer einer jungen Mutter über die Ermordung ihres einzigen Kindes für eigene Zwecke, und das im vollen Bewußtsein der Tatsache, daß Sandra selbst nicht mehr zu retten ist. Ein leicht zynischer und deshalb würdiger Schluß für dieses phantastische Hörspiel! Das Ende der "Zombie-Insel" ist das beste der ganzen Gruselserie: endlich mal keine Kruzifixe und Kapellen ("Kerker des Grauens", "Pakt"), keine glücklich-dummen Zufälle ("Schloß des Grauens", "Todesratte"), keine urplötzlich aus dem Hut gezauberten Wunderwaffen ("Horror-Ameisen", "Monsterspinne")! Stattdessen: ZOMBIEDÄMMERUNG... !!! Und den Verweis auf die neue 'Inselkönigin' darf man wohl zumindest als ambivalent bezeichnen ... Ich sag's nochmal: Ein - in jeder Hinsicht - phantastisches Hörspiel. Winzige Abzüge für die (wieder einmal) viel zu kleinen Rollen von Pea Werfel und Peter Lakenmacher sowie für die ebenso polemische wie unsinnige Gleichsetzung von Voodoo mit 'Kult des Satans'. Sonderpunkte hingegen für die erstklassige Musik (nicht nur für "Guantanamera", sondern auch für die übrigen Klänge, die teilweise aus der vorangegangenen Atommüll-Oper "Ungeheuer aus der Tiefe" übernommen wurden; völlig zu Recht, man kann sie kaum oft genug hören!). Von 10 möglichen Punkten bekommt die "Insel der Zombies" von mir 9,5 (mit Tendenz zur 10,0).

andy.... (andy1511[at]web.de) schrieb am 29.11.02:
das war mein 2. zombie-film den ich gesehen habe und meiner meinung nach - hängt dieser nicht viel unseren kultigen kaufhaus-hammer nach! ist das nicht geil, wie am anfang diese boot ankommt und ...

serdal tasgit (papatya[at]t-online.de) schrieb am 31.12.02:
"Woodoo", "Dawn of the Dead" (von G.A. Romero) und "Über dem Jenseits" ("Geisterstadt der Zombies") sind die drei besten Zombiefilme, die ich gut bewerten kann. "Woodoo" ist ein Horrorfilm, der auch eine so gute Handlung hat. Zombies sind sehr gut gemacht worden (Lucio Fulcis' Art). Totengesicht, Stimme und langsame Bewegung. Natürlich auch sehr gute Spezial-Effekte von Giannetto de Rossi und Musik. Der Film "Zombies unter Kannibalen" ("Zombie Holocaust") und "Großangriff der Zombies" ist für mich letztendlich SCHROTT. Die Zombies sind nicht wie Zombies, sondern wie Marathonläufer ...

Ragnar (---) schrieb am 30.01.03:
Mir gefällt diese Folge auch sehr, die bedrohliche Atmosphäre kommt gut herüber. Ich hatte das Hörspiel zum erstenmal im Urlaub in Marokko gehört, wo es mich in sehr großes Grauen versetzte, wahrscheinlich tat die dortige Hitze etwas dazu bei, daß man sich dort nachts hineinversetzt fühlte. Was mich bloß wunderte, war, daß Clarissa anscheinend nichts über die Vergangenheit von Sandra wußte, nicht mal daß sie ein Kind hatte, und das ist doch merkwürdig, wenn sie schon auf eine Reise mitgenommen wird, oder?

Chrille (---) schrieb am 25.04.03:
ich kann mich noch gut erinnern, wie mir damals ein bekannter 1998 auf einer reise diese kassette gegeben hat ... ich muss sagen diese folge lässt mir die haare heute noch zu berge stehen. wirklich spitzenhörspiel

Ais (---) schrieb am 24.06.03:
Allein das Ende und die Darstellerin der Voodoo-Priesterin sind ein wenig fragwürdig. Warum muss bloß alles bei H.G. Franciskowsky mit einem Sieg der Liebenden bzw. der heroischen Hauptfiguren über die ach so widerwärtigen und unsympathischen Finsterlinge (in Dämonen- und Menschengestalt) enden? Jetzt fehlt nur noch, daß die ächzenden Zombies nach dem Ende ihres fleischlichen Daseins und dem damit verbundenen Übergang ins "Jenseits" kollektiv gen Himmel fahren und auf einer Wolke Harfe spielen ...! Immerhin positiv zu vermerken, daß wenigstens die tyrannische Ober-Priesterin Batuu, deren obszönes Voodoo-Geheul (nur Orungu ist da noch schlimmer) fälschlicherweise mit Satanismus assoziiert wird, am Ende ins sprichwörtliche Fegefeuer muss; ein Grund mehr für sie beim Anblick des heroischen "Liebespaares" und der ach so aufopferungsbereiten Sandra, die ihr das Lebenslicht ausknipst, in wütendes Geschrei auszubrechen. Trotz der zuweilen etwas harten Kritik ein spannendes und unterhaltsames Grusel-Hörspiel, das in jedem Fall einen vorderen Platz in den Top-Five verdient.

Polcor (---) schrieb am 07.07.03:
Mit den Zombies verhält es sich vielleicht nicht wesentlich anders als mit den "Galaktischen Waffenmeistern" ...! Nette Story, aber im Vergleich zu den Folgen 8 und 10 eher eine Folge aus dem oberen Mittelfeld. Da reißen auch die guten Sprecher nicht viel raus.

Katja (UpperDip[at]web.de) schrieb am 10.07.03:
Platz 1 für das unheimlichste Cover der gesamten Serie! Das Hörspiel selber ist nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Die Brückenszene läßt Besseres erhoffen, auch wenn dank Judy Winter ein hohes Niveau über die gesamte Zeit erhalten bleibt.

Tingeltangeltom (tomyansen[at]gmx.de) schrieb am 22.10.03:
Mein absoluter Favorit! Ich habe an dieser Folge nichts auszusetzen. Gute Story, Sprecher, Effekte und Musik. Das Cover ist auch ziemlich gut gelungen.

Sven (schum69[at]gmx.net) schrieb am 25.09.04:
Tolle und sehr atmosphaerische Geschichte mit einer unschlagbaren Judy Winter, die ich eh gerne als Schauspielerin sehe und auch besonders als Synchronstimme von Bette Midler mag.

charli (charlesmanson76[at]aol.com) schrieb am 08.12.04:
hmmm ... was soll bzw möchte man zu dieser version der lebenden toten sagen??? am besten fang ich beim anfang der geschichte an ... eine kleine jacht kommt mit den ahnungslosen gästen, mit nicht sehr leisem motor, an den steg gefahren. auf jeden fall eine nette idee mit der jacht! und auch wichtig finde ich natürlich, dass sie abends ankommen! steigert den gruseleffekt! und ohne langes gerede geht's auch schon los für die neuen inselbewohner: "ein mann, er steht dort auf der brücke ... er fällt!" man(n) zieht ihn aus dem wasser, oh gott, er sieht grauenhaft aus! man stelle sich das vor, er ist wohl tot, aber nicht erst seit dem sturz von der brücke??? nein, sondern schon viel länger. aber woran erkennt man das? weil er so grauenhaft entstellt bzw. schon verwest aussieht!? schaurige vorstellung (finde ich zumindest)!! nicht gerade gut zu wissen, dass was nicht stimmt hier auf der insel! stichwort insel: zombies, tote und das noch auf einer insel! man kann nicht mal eben weg, bzw. das "land", die stadt/den ort verlassen! nein, man ist der situation hilflos ausgeliefert :-( bis dahin auf jeden fall eine gelungene story. absolut nach meinem geschmack! man siehe die für H.G francis typische ausgangssituation! hilflos auf einer insel oder in einer burg und / oder das auto ist im eimer, ansonsten ist die brücke halt mal zubruchgegangen!!! weiter geht's ... man trifft am haus ein. zu allem übel wird man dann noch ungern dort gesehen und schon gar nicht gern empfangen! die situation wirkt jetzt sehr trostlos für die angereisten herrschaften! trotzdem wird man hereingelassen. immerhin ist man (frau) ja auch der eigentümer dieses anwesens! die nacht bricht an, die beteiligten gehen schlafen! es war ein harter tag. tote und gebissene einheimische pflastern den vorangegangenen abend! nachts derweil geschehen merkwürdige dinge! ein kruzifix, von einer feder durchbohrt, taucht draußen auf dem boden auf! was hat das zu bedeuten? will man die herangereisten herrschaften vergraulen? oder gar beseitigen??? soweit so gut. bin bis dato sehr zufrieden mit dem verlauf und finde mich gut unterhalten! das bleibt auch so, bis zu dem zeitpunkt, als man dann das haus verlassen muss, um nach zombie city zu fahren! und dann der zombie im kaufhausverschnitt! ab aufs dach und der rest muss sterben in den flammen! so schön wäre es gewesen, wenn die geschichte ihren verlauf weiter im eigenen anwesen genommen hätte! nicht so plump, à la da sitzen alle zombies und halten ne stammtisch runde. und wir locken sie ins haus, wo sie dann verbrennen und wir sind oben fein raus ... wo war da die nostalgie vom anfang??? wo der grusel der nacht? eine handvoll zombies, denen man nachts den garaus macht, hätte es doch auch getan! und deswegen bekommt diese story von mir nur oder immerhin 7 von 10 points! man hätte einfach mehr aus so einer vorgabe machen müssen, finde ich! aber zum glück hat es immer noch soweit gereicht, dass ich diese nr. der gruselreihe immer wieder mal in meinen recorder stecke und beim einschlafen höre! auch wenn ich vermeintlich aus diesem alter raus sein sollte, brauch ich das, um meine geliebte kindheit für ein paar minuten wiedererleben zu dürfen! euer charli

Philipp Mevius (---) schrieb am 02.02.05:
Zu den Voodoo und dem Ku-Klux-Klan: Der Ku-Klux-Klan war im 19. Jahrhundert tatsächlich eine rassistische Ausbeutervereinigung, die auch behauptet hat, dass dunkelhäutige Afrikaner Sklavendienst verüben sollten, weil der Urvater der Afrikaner Ham vor Gott gesündigt hatte, aber als die Bibelforscher um die Jahrhundertwende gesagt hattenn, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist als Vergebung für alle Menschen und Herren Länder, hat sich der Ku-Klux-Klan 1916 neu orientiert. Der Neugründer hat das Kreuz Christi verbrannt und das Weihwasser vergossen und einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Natürlich haben sie keine magischen Fähigkeiten, sie dienen aber trotzdem Satan, nämlich dem gefallenen Engel Luzifer, und sind somit Satanisten, die gegen das Gute sind, sie haben heidnische Kulte aus der alten englischsprachigen Mythologie und deren Gedankengänge. Der Voodoo ist das Vergleichbare aus der afrikanischen Welt, die zum Beispiel andere versklaven wollen, natürlich auch ohne magische Kräfte, sie bedienen sich der Drogen, sind aber auch dem Bösen gefällig.

DR. Frank N. Furter (a-kelkenberg[at]web.de) schrieb am 05.08.05:
Ein Hörspiel, bei dem es fast nichts zu meckern gibt. Dichte Atmo, tolle Sprecher, intelligente Story. Dass Jonas hier Vater und Onkel verwechselt, wen stört's, schließlich sind's ja nicht seine Verwandten. Und dass Clarissa sich nicht einigen kann, ob sie Sandra duzen oder siezen soll ...? Gibt Schlimmeres! Da H.G. oft schlechtes Plagiat vorgeworfen wurde, muss man hier sagen: sehr gutes Plagiat! Noch ein Wort zum Voodoo (in Afrika auch Juju): wie sagte schon Tom Conway als Paul Holland mit der Stimme von Claus Wilcke in "Ich folgte einem Zombie": "es ist leider nicht sehr furchterregend. Sie singen und tanzen und so weiter ... und dann kommt so weit ich weiß einer der Götter herab und spricht durch einen Menschen ..." Es handelt sich lediglich um eine animistisch-schamanistische Naturreligion polytheistischer Natur. Beziehungen zum Satanismus sind an den Haaren herbeigezogen, es handelt sich auch nicht um eine "Religion des Bösen". In Deutschland wurde früher bei gewissen Volksfesten auch getanzt und dann Hähne geköpft, ohne dass gleich Satan im Spiel war. Was aber soll der Ku-Klux-Klan dabei, Hr. Mevius???? Falsches Hörspiel?????? Die beiden Dinge kann man in etwa so gut vergleichen wie Äpfel und Birnen! Eins steht aber fest: ein (schwarzer) Voodoopriester und ein (weißer) Ku-Klux-Klan-Anhänger dürften kaum jemals Freunde fürs Leben werden. PS: Allen Hörspielfreunden sei "I Walked With a Zombie" in der Neusynchro von 1978 wärmstens ans Herz gelegt, sprechen hier doch Claus Wilcke, Horst Stark, Marianne Kehlau (!), Rolf Jülich, Peter Kichberger, Rolf Mamero, Wolfgang Juergen und andere EUROPA-Veteranen!! Besonders Peter Kirchbergers Gesangseinlage ist kaum zu schlagen!!

Thomas (tmpsoft[at]gmx.de) schrieb am 26.09.05:
Moin, Moin! Nach ca. 20 Jahren dreht Zombievater George A. Romero endlich seinen vierten Teil zu seiner Zombie-Quadrologie: Land of the Dead - was für ein schlechter Film - total versagt!!! Aber das soll hier jetzt nicht das Thema sein. Aufgrund dieses Wiederauflebens des Zombiethemas wurde ich plötzlich an dieses Hörspiel aus meiner Jugend erinnert. So lese ich jetzt hier mit großem Vergnügen die Kommentare und möchte meinen Senf auch mal dazu geben: Was ich echt nicht verstehen kann, ist das "Hochleben" der Sprecherin Judy Winter! Als ich (Jahrgang 70) die Folge "Die Insel der Zombies" zum ersten Mal hörte, fiel mir sofort eines unangenehm auf: Die Spechrolle von Clarissa Deighton - alias: Prinzessin Valium! Boah, was spricht die langweilig! Ich habe gleich eine Assoziation zu Professor Hastig aus der Sesamstraße - dem mußte man doch immer in den Hintern treten, damit er weitersprach. So hat man auch bei Clarissa das ständige Gefühl, daß sie beim Sprechen ihrer Dialoge gleich einschläft: "... ebenso wie Erik, der Diener ... ... sagt Ihnen das etwas, Mr. Collins? (Wo sind meine Drogen?)" Ich kann mir wirklich nicht helfen, aber bei ihren Sätzen habe ich sofort das Langeweile-Gesicht Nr. 1 vor Augen: Angela Merkel! Ihr Gesicht und Judy Winters Stimme würden wunderbar zusammenpassen. OK, vielleicht ein wenig übertrieben, aber ihre Einschlafwirkung in der Stimme reißt auch in Hörspiel Nr. 18 "Das Weltraum-Monster" nicht ab. Naja, ist halt Geschmacksache. :o) Ansonsten zum Hörspiel selbst: ich gebe zu, daß ich beim ersten Hören auch den Vergleich zu "Zombies im Kaufhaus (Dawn of the Dead)" im Kopf hatte. Und was die Geräusche der Zombies angeht, fand ich das für ein Hörspiel durchaus überzeugend. Die Handlung ... naja, 42 Minuten sind ja auch irgendwann einmal vorbei. Und dann muß man schon schnell zu einem Handlungsschluß kommen. Also, was den Showdown angeht ... mich störte da ein wenig die Figur der "alten Batuu". Die kam nicht sehr überzeugend rüber. Aber schön, sich mal wieder an die guten alten Europa-Hörspiel-Zeiten zurückzuerinnern. Es war halt ein Stück Kindheit ...

Melanie (melimouse7[at]aon.at) schrieb am 08.02.09:
Die gruseligste der Serie. Ich hörte sie mir erst 2mal an.

Stranger (greyskull73[at]googlemail.com) schrieb am 08.10.10:
Ich weiß nicht, warum hier alle den Vergleich mit Romero bemühen. Romeros Tote, "die in der Hölle keinen Platz mehr finden", wurden in den alten Filmen nicht ein einziges Mal 'Zombies' genannt und mit Voodoo oder Karibik hatten sie schon gar nichts tun. Sie waren eher Opfer eines Virus und ein Sinnbild von Konsumerismus und Überbevölkerung ("Dawn" und "Day of the Dead"). Die Kassette wiederum bezog sich aber explizit auf Voodoo-Kult und 'schwarze Magie'. Ich (Jahrgang 73) hörte sie, bevor ich irgendeinen Film sehen durfte und sie hat doch mir einigen Grusel bereitet (auch weil die Logiklöcher wie bei den meisten anderen Teilen dieser Serie nicht so gigantisch waren).

Bondi van Bondurkan (bondurkan[at]web.de) schrieb am 23.08.11:
Vor ein paar Tagen habe ich "Ich folgte einem Zombie" zum ersten Mal ganz und im O-Ton gesehen und genossen. Was für ein toller Film, auch wenn ich die Handlung logisch nicht komplett nachvollziehen konnte. Aber so geht's mir in der Gruselserie ja auch desöfteren. ;-) Als Plagiat des Films habe ich "Insel der Zombies" nicht empfunden, aber atmosphärisch versetzten mich beide Werke in eine sehr ähnliche Stimmung. Ein Zombie, der reglos irgendwo im Gestrüpp steht und in die Nacht starrt, während ein warmer tropischer Wind die Pflanzen unheimlich rauschen lässt. Halleluja.

Lekba (---) schrieb am 09.04.12:
Ungeheuerlich gut, das Zombie-Thema wurde hier meisterhaft umgesetzt, eine gruselige Hörspielperle!

Roman (---) schrieb am 04.09.12:
Grandioser naturalistischer Horrortrip. Es riecht förmlich nach exotischen Gräsern, Früchten und es schmeckt nach Voodoo und Nostalgie. Ein haptischer Hochgenuß. Additional ein kleiner Spanisch-Kurs, dazu paar Takte "Guantanamera" als wahrhaft ausgeklügelter Geniestreich - also worauf noch warten? Auf in die Karibik!! Oh, Du mutige, tapfere Sandra ...

Patrick (---) schrieb am 17.02.14:
Eine wahrhaft geniale Folge der einzigartigen Gruselserie von Europa. Ich liebe diese Serie einfach und sie hat einen sehr hohen Status bei mir. Hier geht es um Zombies, die auf einer karibischen Insel ihr Unwesen treiben. Die karibische Athmospäre ist einfach super dargestellt. Die Sprecher (die ich alle weiter unten schon genannt habe) sind schlichtweg vom Feinsten, was das geniale Label Europa zu bieten hat. Die tolle Musik von Carsten Bohn tut ein übriges, diese Folge noch mit spannenden Klängen zu unterstützen. Das bemerkenswerte an dieser Serie sind die Cover - die ungeraden sind neon-giftgrün und die geraden sind dunkelrot. Mir persönlich gefallen aber die neon-giftgrünen Cover besser, da sie besonders schön anzusehen sind und gut zur Serie passen. Fazit: Eine ganz grandiose Folge der genialen Serie, die, was die Folgen angehen, leider in den letzten Zügen liegt (Folge 17) - denn es gab leider, leider nur 18 Folgen. Aber es wird nochmal alles horrormäßige aufgefahren und der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten. Die spannendste Stelle ist am Ende von Seite 1, wo der Diener Eric (Joachim Wolff - 1920-2000) mittels Voodoo-Nadeln getötet wird, die in seine Doppelgänger-ähnliche Stoffpuppe gesteckt werden - sein Todesschrei klingt sehr überzeugend. Überhaupt war Joachim Wolff ein sehr talentierter Sprecher (laut Heikedine Körtings Aussage) gewesen, denn er konnte sehr gut einen deutsch-französischen Dialekt imitieren (wie bei den drei ??? 9 und die rätselhaften Bilder oder bei der Serie "Stahlnetz" von 1965, wo er in der Folge "In der Nacht zum Ostersonntag", einen deutsch-französischen Polizisten spielte). Auch konnte er seine Tonlage beliebig hoch (bei TKKG 4 als Oberst Grewe) oder tief krächzend (bei TKKG 1 als Dr. Pauling oder bei TKKG 3 als Funke) einsetzen. Das waren z.B. noch Sprecher, die das tolle Label Europa früher gehabt hatte, die heutigen Jungsprecher (die keiner kennt, lesen doch hörbar ihren Text ab und die Betonung ist auch nicht immer in Ordnung) sind weit davon entfernt. Die wirklich guten Hörspiele gab es in der Blütezeit der 80er, was Sprecher und Musik (Carsten Bohn etc.) angeht.

Don Christobal de Haro (c-drey-p.o[at]web.de) schrieb am 22.04.15:
Eine gelungene Folge. Nicht nur die beiden Hauptfiguren sind mit Judy Winter und Uwe Friedrichsen gut besetzt, auch die Besetzung der Nebenrollen (siehe Marianne Bernhardt, Wolf Rathjen als nörgelnder Verwalter, sowie Joachim Wolff) tragen zu einer tollen Atmosphäre bei. Hat mir schon als Kind gefallen und ist auch heute noch eine meiner Lieblingsfolgen.

Schattenteufel (pitkai[at]hotmail.de) schrieb am 04.05.16:
Sehr traurig das Uwe Friedrichsen von uns gegangen ist. Ein toller Schauspieler und Hörspielsprecher. Seine Stimme war sehr einprägend, hatte einen sehr angenehmen Klang. Natürlich bin ich mit ihm über die Sesamstraße aufgewachsen. Zusammen mit Liselotte Pulver war das ein tolles Kinderprogramm. Lieber Uwe, falls du von dort oben was bewirken kannst, dann sorge dafür das kommende Hörspiele das Niwo von damals zurückbekommen.

 

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© Die Gruselseiten (27. Mai 2001)