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Draculas Insel, Kerker des Grauens (10)

Hilbert (---) schrieb am 18.12.98:
Also für mich das beste Hörspiel seit eh und je. Tolle Story, super Sprecher.

Stefan Meyer (meyer_stefan[at]t-online.de) schrieb am 02.02.99:
Vielleicht das beste Vampirhoerspiel der Reihe. Zwar wirkt die Story z.T. an Haaren herbeigezogen (Dracula der einen Maschinenmenschen einsetzt, um Opfer auf seine Insel zu locken), doch wird sie sehr spannend erzaehlt. Es gibt viele klassische Gruseleinlagen (ein duesteres Waldhaus, Sturm, ein Schloss, Horden von Vampiren...) und schoene, z.T. ironische Dialoge (Elenore: "Vor dem Haus stehen Saerge...sollen wir wirklich hierbleiben?", Prof.: "Es ist gar nicht so schlecht, Vampir zu sein wie ihr glaubt...wenn das die Herren in Venedig wuessten!"). Als Kroenung gibt es noch einen Schluss, der dem Hoerer als Happyend nicht so richtig schmecken will: ist sie wirklich nur bewusstlos...oder ist sie doch zum Vampir geworden?

Holger Bergmann (b97c01[at]nordakademie.de) schrieb am 28.09.99:
Hier liegt nun wirklich die Definition von Trash vor. An so einer schwachsinnigen Handlung hatte ich lange nicht mehr so viel Spaß. Die Geschichte ist unfassbar übel, die Akteure aber doch bei der Sache, und die Stimmung trägt das Interesse des Zuhörers über die 40 Minuten.

Larry (---) schrieb am 24.10.99:
Nach Folge 18 die zweitbeste Folge der Reihe. Gute Dialoge, Spannung und Grusel zu jeder Zeit. Es kommt keine Langeweile auf. Die Musik hätte besser sein können, in der zweiten Auflage ist sie es. Das Ende ist allerdings unbefriedigend. Und warum überlebt der Matrose Jim nicht. Wieder hat es nur das Liebespaar geschafft.

Aslan "Menares" (basa[at]uni-muenster.de) schrieb am 02.11.99:
Ist eigentlich kein Kommentar, passt zur Unstimmigkeiten.
Zum Schluß dieser Folge, als Griest und Elenor ihre Arme gegeneinander halten um so ein Kreuz zu formen, macht ja Dr.Dark Platz, und Peter und Elenor können zum Strand flüchten, so ist es auch. Aber anscheinend ist`s Herr Ungeheuer nicht aufgefallen das Dr.Dark ein VAMPIR ist, wie die anderen (Jim,Hammand) er sagt ganz einfach: "Dark, Griest und Elenor rannten um ihr Leben...", hört es euch ganz einfach an.
Hier noch ein weiterer Fehler in dieser Folge:
Als Peter und Elenor Charles "DRACULA" begegnen,sind auch wirklich nur die drei in dem Raum, und sonst keiner. Als dann Griest Die Leuchter zu einem Kreuz zusammenhält, und er Elenor auffordert die Vorhänge zu zurückzuziehen, fängt Charles entsetzt zu fauchen an, und schreit: "NEIN, laßt mich durch, oder ich sterbe!!" Also wer war da wohl noch im Zimmer??...KEINER, hört es euch an!!

Lars (Kirmaier.L[at]gmx.de) schrieb am 07.11.99:
Super Sprecher, schwachsinnige Handlung. Irgendwie ist dies eine meiner Lieblingsfolgen!!

Markus Duschek (mduschec[at]leonardo.syh.fi) schrieb am 01.02.00:
Vor meiner Kritik nur kurz zu den angeblichen Fehlern. Unser guter Guenther hat sich keinesfalls vertan: Wortwörtlich spricht er von Elenor DARK, also der Tochter des Professors und nicht von ihr UND ihrem Dad beim Jogging zum Strand mit Peter .... und der 2. "Patzer" ? Natuerlich meint der Graf unser heldenhaftes Pärchen mit seinem "Lasst mich durch !"-Ausruf .... Da kann man sich zwar zu Recht fragen, warum der König der Vampire so schnell klein beigibt, aber wir haben ja bloss knapp 40 Minuten ... und was fuer welche !!! Zuegig strebt dieses Hörspiel von einer atmosphärischen Szene zur nächsten, ohne auch nur einmal Langeweile aufkommen zu lassen. Ich frage mich nur, wo DIE anderen Matrosen geblieben sind, die ebenfalls laut "Guenni" die untergehende Santa Maria verlassen; habens' wohl nicht an Land geschafft, hmmm? Ihr Glueck... Ach ja: Erfreut hat mich auch das Wiedersehen mit einen unangekuendigten Gast: Statt dem auf dem Klappentext angegebenen Ernst v. Klippstein erwartet Einem als Doran unser alter Bekannter Senior Machon (Inselerfahrung hat er ja auch nötig fuer Folge 17), auch bekannt als Muchamad aus der "Mörder Mumie". An Letztere erinnert uns auch Heidi S.s erneute Darstellung einer Professorentochter, nur das Selbiger diesmal noch vergeistigter ist (Wer schon mit halben Fuss in der Welt des Uebernatuerlichem steht, dem duerfte der 2. Schritt auch nicht mehr zu Fall bringen: Also Prost, Professor Dark ! Jim & Humunk ? Irgendein Kommentar ? "Wenn's sein muss!": Schlicht und ergreifend Kult.... Das "böse" Happy End ist genial... Auf dem Schiff, auf das die Beiden im Sarg zutreiben, befindet sich sicher Humunks Kollege, wer sollte denn sonst "an die Kueste von Transylvanien" segeln ?

Gianni Scaduto (---) schrieb am 11.02.00:
"Es sind nun wohl schon fast 100 Jahre her..." Besser haette ein Hoerspiel nicht anfangen koennen. Die Geschichte ist wirklich toll. Allein die Szene wo Pr. Dark (man haette Schuetter mehr Folgen spielen lassen sollen) merkt, dass sie auf "Draculas Insel" sind: "Wir befinden uns im Lande Draculas..." Musik setzt ein, Kaeuzchen ruft, Wolfsgeheuel, man versucht ins Haus einzudringen, jemand steht unter den Baeumen und dann... diese Musik ist einfach klasse (irgendwie erinnert mich diese Story an Polanskis "Tanz der Vampire"). War es aber so wichtig, Draculas Tod in allen Zeitungen zu bringen?

Frank Kuth (---) schrieb am 02.04.00:
Eine der spannendsten und von der Geschichte her interessantesten Folgen der Serie. Die Handlung spielt sich an verschiedenen Orten ab (einsame Hütte, Schloß, Schiff etc.), was der ganzen Sache ein gewisses Tempo verleiht. Dazu der alte Doran, der die (gutgläubigen) Gestrandeten mitten in die Falle laufen läßt. Das offene Ende ist auch eher untypisch für die Serie, was diese Folge umso sympathischer macht. Eine der besten Kassetten der Serie. Basta.

Larry (LARRY.SG[at]t-online.de) schrieb am 06.06.00:
Platz 3 unter den besten für dieses gelungene Hörspiel. Dracula auf einer Insel. Das ist eine recht neue Idee und macht ein düsteres Hörspiel daraus. Gute Sprecher tun dann ihr Übriges dazu bei. Leider ist der Schluß so traurig. Von so vielen Protagonisten überleben nur zwei. Unbefriedigend! Aber äußerst spannend und gruselig.

Y! (Absinth[at]gmx.at) schrieb am 13.06.00:
Kurz vor Ende des Hörspiels gelingt es dem "lieblichen Fräulein" Elenor mit der Hilfe ihres Gefährten Peter Griest, ihren vampirisierten Vater (Professor Dark) in die Flucht zu schlagen. Griests heroischer Einfall an der Pforte von Draculas Schloß ist folgender: "Elenor! Elenor, heb Deinen Arm! Ja, so. Und jetzt halte ich meinen Arm dagegen. Sehen Sie das Kreuz, Professor Dark?! Es zwingt sie, uns Platz zu machen!" Daraufhin kreischt Professor Dark voll Schmerzen auf und ruft: "Ihr Teufel!!!" (schon seltsam, daß er sie Teufel nennt, wo doch das Kreuz Christi die Schmerzen hervorruft ... Ein Vampir würde wohl eher "Ihr Engel!" schimpfen. Doch die eigentliche Frage lautet:) Warum benötigt Peter Griest Elenors Arm, um ein Kreuz zu bilden?! Besitzt er selbst etwa nur einen? Dann müßte das Fräulein Elenor auch nur einen haben. Und daß es sich um eine Gruppe aus Kriegsverletzten handelt, paßt weder zur Beschreibung des lieblichen Fräuleins Elenor, noch zu Peter Griest, der eifrig wie eine Ameise Dinge durch die Gegend trägt (sei es Leiche oder Sarg) und seine handwerklichen Fähigkeiten zur Schau stellt (Kreuze hämmern, künstlichen Menschen das Genick brechen). Für einen einarmigen Studenten wohl eher schwer zu bewältigen. Nachdem sich also über Umwege zwei Arme für ein Kreuz fanden, ist der Vampir gebannt. Merkwürdig, daß er sich frei durch das Schloß bewegen konnte, da ein Fensterkreuz oder Deckenbalken wohl genausoviel mit einem Kruzifix zu tun hat, wie zwei gekreuzte Arme. Was wäre denn, wenn er aus Versehen seine eigenen Arme kreuzt? Oder beim Sitzen die Beine? Oder im Schloß an eine Kreuzung gelangt? - Hat je jemand bezweifelt, daß die Gruselreihe komplett in einer Nacht aufgenommen wurde?
"Draculas Insel" ist eine Schöpfung, die an Genialität kaum zu überbieten ist. Nur ein Genie kann erdenken, daß sich eine unsichtbare Insel an der (imaginären) Küste von Transsylvanien befindet, in deren nahen Untiefen ein von Graf Dracula gesandter künstlicher (!) Mensch absichtlich sein Schiff kentern läßt, um Dracula Opfer zu bringen. Was für ein Irrsinn! Und nur ein Genie kann diese Story auch noch vermarkten, verkaufen und unzähligen Menschen - zum Beispiel mir - damit eine unvergeßliche Kindheitserinnerung voller Spannung und heulendem Sturm schenken.

Anja (---) schrieb am 16.06.00:
Auch ich finde, daß diese Folge eine der besseren (hinter dem Weltraummonster, natürlich) ist. Dies begründet sich allein schon darin, daß Transsilvanien eine Küste zum Mittelmeer besitzt und daß man scheinbar auf dem Weg nach Venedig dort vorbeikommen muß. Aber der größte Einfall ist natürlich, daß Dracula sich selber nicht mehr die Hände schmutzig machen will und lieber einen Humunculus auf die Jagd schickt. ICH STEH AUF TRASH!

Michael (michael.zoellner[at]gmx.net) schrieb am 09.08.00:
Trotz einiger Ungereimtheiten ist diese Folge eine meiner Lieblingsfolgen. Besonders gruselig ist die Stelle, an der Professor Dark als Vampir auf Elenor und Peter trifft. Beim Erstenmal hören hoffte ich, das sei nur ein Trick, aber es war dann doch eher ein Schock. Aber coooool!!

Volker (cushing[at]uni-muenster.de) schrieb am 22.08.00:
Eine wundervoll klaustrophobische Atmosphäre, große Sprecher (Kramer! Rathjen! Messemer! Regnier! - das ist fast so wie Karloff! Lugosi! Lorre!) = Eine der absolut besten Folgen. Unbefriedigend ist nur, dass sich Francis für Draculas Übernichtleben keine Begründung einfallen ließ.

Daniel (Danielremini[at]hotmail.com) schrieb am 30.08.00:
Das ist sie, meine Lieblingsfolge der gesamten Serie. Hier stimmt einfach alles! Wir haben hervorragende Sprecher, Menschen, welche völlig auf sich allein gestellt sind, eine unheimliche Umgebung, viele unerwartete Ereignisse und sogar der Versuch, etwas Neues in die Vampirlegende 'einzubauen'. Der künstliche Mensch, welcher für Dracula nach Opfern sucht. Die einen mögen es 'belächeln', die anderen fühlen sich köstlich unterhalten. Sicher, sowas hat mit dem Dracula, wie wir ihn kennen, nichts zu tun, aber es ist ein Hörspiel, und was ist seine Aufgabe? Es soll uns unterhalten! Und das ist den Machern wirklich gelungen. Draculas Insel sollte jeder Fan 'besuchen', es lohnt sich. ;)

CarLo (carlomail[at]freenet.de) schrieb am 30.09.00:
Die Geschichte ist derart schwachsinnig, daß sie schon wieder gut ist. Offensichtlich wird sie durch die überragende Leistung der Sprecher so überzeugend vermittelt. Friedrich Schütter ist auch heute noch meine Lieblingsfigur: Professor Dark, der unbedingt einen Vortrag auf einem Kongreß in Venedig halten möchte und nur "unter Protest" den sinkenden Kahn verläßt. Nachdem er nahezu 40 Minuten von diesem Kongreß faselt, bemerkt er am Ende der Geschichte, daß das Vampirdasein gar nicht so schlimm ist: "Wenn das die Herren in Venedig wüßten!" Daß die Sprecher bei der an den Haaren beigezogenen Story so bei der Sache bleiben, ist wohl auch den ironischen Dialogen zu verdanken. Und den Schluß könnte man richtig böse deuten: ist Elenor wirklich nur in Ohnmacht gefallen und was kommt da wohl für ein Schiff an? Vielleicht hat ja auch dieser Kapitän zuviele Schrauben unter der Gummihaut. Auch wenn es absoluter Blödsinn ist, daß Graf Dracula Roboter als Menschenjäger einsetzt, handelt es sich hier um eine meiner Lieblingsfolgen: trashiger Kult!

joshua (pacaculo[at]gmx.at) schrieb am 23.10.00:
Die mit Abstand beste Folge der Serie. Eine gruselige Atmosphäre, ein vertrottelter Professor (ÄHNLICHKEIT MIT TANZ DER VAMPIRE) ein Spukschloss, viele Tote und ein Happy End - was will man mehr? Wenn man über einigen Schwachsinn hinwegsieht, eine sehr gelungene Folge.

Mirko (Moonhouse22[at]aol.com) schrieb am 04.11.00:
Habt alle recht ... die Storyline ist natürlich aufgrund der 45-Minuten-Frist etwas "schnell" ... aber Leute: die musikalische Untermalung ist in fast keiner Folge so gut gelungen wie hier ... eine der wenigen, die wirklich "spannende Momente" enthält ... yep

Oliver (efx[at]de.dreamcast.com) schrieb am 25.11.00:
Viel gibt's eigentlich nicht mehr zu sagen ... Temporeich, spannend, mit einer Prise Humor gewürzt und leider schon nach knapp 40 min. zu ende ... Die Beste der 18!

Thomas Herzer (thomas.herzer[at]otelo-online.de) schrieb am 21.01.01:
Diese Folge ist mein Favourit der ersten Staffel (Folgen 1 bis 10) der Gruselserie und bietet dem Vampirfan fast alles, was in der ganzen Serie über die Blutsauger zusammengetragen worden war: Untote, Kruzifixe, Knoblauch, (beabsichtigte) Pfählung, Sonnenlicht, keine Überquerung von Gewässsern etc. Darüber hinaus wird, wie bei Folge 6, eine weitere Horrorfigur in die Schlacht geworfen, der Humunkulus. Die verschiedenen Schauplätze runden den Gehalt der Story ab.
Der Auftakt beginnt auch schon Unheil verheißend: Ein Schiff gerät vor der Küste Transsilvaniens in einen Sturm. Wie ist das möglich? Transsilvanien ist keine Küstenregion, und selbst Rumänien hat keine vorgelagerten Inseln an seinem Küstenstreifen (jedenfalls nicht laut den üblichen Atlaskarten). Die Insel ist zwar unsichtbar, aber es gibt eine andere Erkärung, wenn auch ziemlich an den Haaren herbeigezogen: Wenn man die Seefahrtsroute nach Venedig berücksichtigt, dann müsste sich die Santa Maria in der Adria befunden haben. Die Küste des heutigen Kroatiens bietet ziemlich viele Inseln ("... eine der Inseln ..."), Kroatien gehörte um 1880 ("... es sind nun wohl schon fast 100 Jahre her ...") zu Österreich-Ungarn, ebenso Siebenbürgen (Transsilvanien)???!!!
Die Beschreibung der Darsteller ist etwas peinlich geraten: Es gibt wohl keine klassische Gruselstory, wo die Tochter hässlich ist (das hatte man sich erst in Larry Brent "Irrfahrt der Skelette" getraut - Fipsy, die hässliche Enkeltochter)! Ob eine Brigg von einem Kapitän und einem Matrosen zu bedienen ist, darf angezweifelt werden, aber nicht jede Unstimmigkeit braucht zerpflückt zu werden, das ist bei EUROPA halt möglich!
Professor Dark erschien mir schon seit dem ersten Hören vor etwa 20 Jahren nicht ganz astrein. Entgegen den hier veröffentlichten Beschreibungen als weltfremden Professor wirkte er mehr als jemand, der letztendlich die Seiten wechseln wollte, zumal er von seinen Vampirismus-Forschungen sehr durchdrungen war. Als er beinahe am Anfang aus dem Haus gelaufen wäre, hätte einem schon ein Licht aufgehen müssen. Überhaupt wirkt die ganze Pro-Dracula-Fraktion von Anfang an ziemlich undurchsichtig: Hammand lässt sich zurückfallen, Kapitän Hummunk unterlässt und sabotiert, Jim hat keine Initiative ("... wenn's sein muss ...") und Doran gibt so ungewöhnliche Ratschläge, dass sie schon fast hätten stimmen können (Kruzifixe in Draculas Schloss). Nachdem die Protagonisten Draculas Schloss betreten und Jim den Kopf des Kapitäns in den Burggraben entsorgt hatte, übernimmt sich die Gruppe: Die Räume mit den Kruzifixen oder Draculas Gruft suchen? Am Ende fanden sie letztere. Offen bleibt, wann Jim zum Vampir wird. Die einfachste Erklärung wäre, H.G. Francis hat ihn am Schluss bei der Flucht einfach vergessen. Eine Erklärung wurde dann einfach eingeschoben. Dass Jim ein Opfer der Vampire wurde, wird zunächst erwähnt, als Professor Dark Peter und Elenor an der Flucht hindern will. Leider gibt es keinen Hinweis darauf, dass Jim dem Professor "assistiert". Auch die Frage "Hast du seinen Hals nicht gesehen?" lässt keine Rückschlüsse zu. Jim wurde in Anwesenheit aller nur in den Finger gebissen. Nachdem er in die Gruft gefallen war, war er für eine kurze Zeit unbeobachtet und hätte in dieser Zeit gebissen werden können, aber Elenor war ja oben im Schloss geblieben und hatte somit seinen Hals nicht mehr sehen können. Für den Grund, warum Peter nicht zur Abwehr selbst die Arme gekreuzt hatte, habe ich auch eine, mittlerweile ebenfalls 20 Jahre alte, Theorie, die von einem damaligen Mitschüler stammt (aus welcher Quelle er die hatte, weiß ich nicht): Kreuze kann man zur Abwehr gegen Vampire nur aus zwei verschiedenen länglichen Gegenständen bilden! Irgendwie einleuchtend, wenn man über die Arme hinaus denkt, bildet man eher einen Kreis. Bei zwei Personen ist das schon wieder anders (an den Haaren herbeigezogen, ich weiß). Nach der Flucht im Sarg erscheint mir die Story mit der verschwundenen Insel eher als dramaturgisches Sahnehäubchen, damit Gänsehaut über Logik siegt. Über das offene Ende und die Parallelen zum "Tanz der Vampire" könnte ich mich auch noch äußern, aber ich habe den Film erst lange nach dem Hörspiel das erste Mal gesehen. Und schließlich hatte Roman Polanski offenbar ebenfalls geklaut (Anatevka).

el hazza (elhazza[at]gmx.de) schrieb am 04.02.01:
für mich die absolut beste folge ... da ich erstens auf absurde vampirgeschichten stehe (gibt es auch nicht absurde vampirgeschichten?) naja ... es war das erste francis-hörspiel, dass ich mir als kleiner jung von 8 jahren geleistet hab ... und es hat sich in meiner erinnerung wohl festgefressen ... dass francis mich so fesseln konnte ...

Thorsten (thko08061974[at]aol.com) schrieb am 12.02.01:
Eins möchte ich mal loswerden. Das bei dieser Serie soviele über Handlung, Story etc. meckern, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sind die anderen Folgen etwa logisch? Draculas Insel bleibt nach Folge 2 für mich die beste des ganzen Sortiments. Ich besitze die Klassiker-Version und das einzige was mich so richtig stört, ist die Tatsache, dass wie bei allen anderen Neuauflagen die Musiken nicht im Orginal geblieben sind. Ansonsten kann ich nur sagen, klasse Folge, super Sprecher, tolle Atmosphäre. Natürlich an den Haaren herbeigezogene Story, jedoch einfach fantastich umgesetzt. Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als wäre es gestern (oder vor hundert Jahren, wie Günner zu sagen pflege), wir waren zu Besuch bei Bekannten und zufällig hatten sie einen Sohn, der diverse Gruselkassetten besaß. Wir hörten uns ein paar Folgen an und ich war total begeistert. Plötzlich verkündete meine Mutter, dass es schon sehr spät am Abend ist und wir gleich nach Hause fahren würden. Mein Freund sagte, ich leihe Dir meine Lieblingskassette "Draculas Insel, Kerker des Grauens" aus, die kannst Du Dir ja zu Hause mal anhören. Dies tat ich mit vollster Hingabe, das Ergebnis, Geniaaaal!!! Super Folge, auch heute noch. Mit freundlichen Grüssen an alle Gleichgesinnten.

moritz von wolzogen (---) schrieb am 09.03.01:
Filmreif!!! Das ist jetzt (nach "Angriff der Horrorameisen") das zweite Gruselhörspiel, das ich mir angeschafft habe, und die Hörerkommentare lügen nicht - es ist wirklich eine der besten Folgen (wieso steht dieses Hörspiel eigentlich noch nicht auf Platz eins bei so einer Hörerresonanz???)! Okay, natürlich dürfen ein paar Standard-Horrorsprüche nicht fehlen ("Komm, zeig mir deinen Hals!", "Die Vampire! Sie kommen, um sich ihre Opfer zu holen!"), aber die Sprecher sind fast ausnahmslos spitze, lediglich Heidi Schaffrath nervt als naives Professorentöchterlein stellenweise ein wenig ... Mein Favorit ist aber immer noch Michael von Rospatt als Matrose "wenn's sein muss" Jim. Auch die Musik kriegt von mir eine Eins, am besten ist sie am Übergang von Track 1 zu Track 2.

Joachim (Jo.ziebe[at]web.de) schrieb am 15.03.01:
Also ich muß Dir einfach zustimmen, Thorsten. Auch ich finde, daß es sich hier um die beste Folge der Gruselserie handelt und auch mich stören die neuen Musiken. Das tun sie aber bei allen Folgen. Die alte Anfangsmusik fand ich viel passender, als das, was man uns da jetzt als Einleitung für eine Gruselkassette bietet. Ich bin übrigens totaler Fan vom Kaufmann Hammand. Er gehört mit zu meinen Lieblingsfiguren in der ganzen Serie. Auch wenn die Folge einige Unstimmigkeiten aufweist, so sollte man auf jeden Fall den Unterhaltungsfaktor des Hörspiels betrachten, und der ist meines Erachtens nach gigantisch ...

Jan und Michael (schmitzfilm[at]gmx.de) schrieb am 11.04.01:
Spitzen Besetzung bis in die kleinste Rolle. Ob Schütte als Geschäftsmann, der es als "gar nicht übel" empfindet, ein Vampir zu sein oder Regnier als Dracula (kleiner Bruch, auf Folge 2 hat ihn Kramer gesprochen). Düstere Story mit ironischen Untertönen.

Sven-Oliver Elbracht (sven-oliver.elbracht[at]uni-bielefeld.de) schrieb am 02.07.01:
Die diesem Hörspiel zugrundeliegende Erzählung leidet, einmal abgesehen von den zahlreichen Unstimmigkeiten in der Handlung selbst, an verschiedenen "Kinderkrankheiten", die mich persönlich bei der Besprechung und Bewertung dieses Hörspieles zu gewissen Abstrichen veranlassen. Die Atmosphäre selbst kommt hier verhältnismäßig gut rüber, auch wenn die inhaltliche Entwicklung durchgängig vorhersehbar ist. Neben den schon erwähnten zahlreichen Ungereimtheiten der Erzählung ist doch die (auch zu offensichtliche) Aneinanderreihung von Klischees störend. In der Reihenfolge der Geschehnisse liest bzw. hört sich das in etwa so an:
Schiffbruch-Landung an einer (anfangs) unbekannten Insel, die ihrerseits an einer dem Hörer wie dem (fiktiven) Schiffbrüchigen unbekannten Küste liegt - Ermordung des Kaufmanns Hammand, der Außenseiterfigur in der Gruppe (nach dem vorübergehenden Verschwinden bzw. Versterben des Kaufmanns nimmt der verkrüppelte Doran dessen Platz als Außenseiterfigur ein!) - Haus mit Särgen (!!) - Entdeckung des (Un-)Toten Hammand - Angriff der Vampire (woher kommen die denn alle so plötzlich?) - der Untote wird nach nebenan gebracht und zerschlägt in einem unbeobachteten Moment die Fensterscheibe (allerdings von innen!) - wenig später taucht der vermeintliche Tote wieder "quicklebendig" an der Haustür auf und bittet um Einlaß (!) - analog dazu Zerwürfnis zwischen dem düsteren und, wie mir scheint, auch reichlich unsympathischen Kapitän und dessen "Coming out" als Homunkulus, äh, künstlicher Mensch (nomen est omen) - dann zieht sich die liebliche Elenore ins Nebenzimmer zurück, um ein wenig zu schlafen, wird dabei aber von dem untoten Kaufmann im (Halb-)Schlaf belästigt und gebissen (Pfui!) - analog dazu ruft die Schöne aus der Nähe, dieser anscheinend wenig schönen Umarmung erwachend, lautstark um Hilfe. Die drei restlichen Menschen, darunter ihr Papa, stürmen im Kollektiv das Schlafzimmer und versuchen die Bisswunden zu verarzten. Zur gleichen Zeit verschwindet im Nebenzimmer der Kopf des künstlichen Menschen, natürlich wieder ohne eine Spur zu hinterlassen. (Das Einzige, was ständig gleich zu bleiben scheint, ist das Gefühl der Existenz bedrohenden Hilflosigkeit der vier Schiffbrüchigen und des (bedingungslosen) Ausgeliefertseins an eine fremde, übernatürliche Macht! Dieses Gefühl und das damit verbundene unterbewusste Wissen um die situationsbedingte Minderwertigkeit des Einzelnen, stärkt natürlich das Gruppenbewusstssein und das Wissen für jeden Einzelnen aus der Gruppe.) - Auftritt Dorans, Draculas persönlicher Lakai und dessen "Einladung" zum Schlosse Draculas, wo die Kreuze Christi hängen, die "jeden Vampir sicher abwehren" (der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl, auch wenn es hier in Anlehnung an Dorans schwachsinnige Behauptung, Graf Dracula würde sich durch die Kreuze in seinen eigenen vier Wänden aussperren lassen, ins geradezu Absurde geht) - Ankunft nach langer erschöpfender Wanderung im Vampirschloss, wo die Opfer auch schon prompt vom Kopf des Homunkulus erwartet werden (ich glaube auch nicht, daß Graf Dracula so dämlich wäre, sich die Opfer in den eigenen vier Wänden wegschnappen zu lassen, wo er sie doch wie auf einem silbernen Tablett hat und nach Expertenmeinung von Professor Dark sonst "in jedes Haus kommt,wenn er will") - "Entsorgung" des Kopfes und sich anschliessende Suche nach der Gruft Draculas - überall verhängte Vorhänge, durch die kein Sonnenstrahl fällt, aber dennoch werden die beiden Schiffbrüchigen erst richtig gebissen, als sie (durch Zufall, sprich durch ein Loch im Boden!) die Gruft Draculas erreichen - vorher: Feststellung, daß in keinem Raum des Schlosses Kruzifixe hängen (Zitat Elenore: "Der Mann in dem Jagdhaus da unten hat gelogen!" Dark senior: "Was uns nicht überraschen sollte!" Wie entsetzlich naiv diese Leute doch sind.) - Elenore bleibt derweil oben zurück und wird kurz darauf von Graf Dracula weggeführt, wobei dieser die ideale Gelegenheit noch nicht einmal für einen saftigen Vampirbiss nutzt - Elenores lautes Rufen alarmiert Peter Griest, der doch noch wenige Minuten zuvor gesagt hat: "Wir bleiben zusammen! Sollte trotz aller Vorsicht doch einer von uns getrennt werden, dann soll er (hier: sie, also Elenore) laut rufen!" Dark senior und der Matrose bleiben allein in der Gruft zurück und wollen versuchen 100 Vampire mit Eichenpflöcken zu töten, obwohl nicht ein einziger davon greifbar oder vorrätig ist. - Peter Griest öffnet eine Tür und sieht plötzlich Elenore, über der "ein großer schwarzgekleideter Mann" steht, der ihn "mit blutunterlaufenen, traurigen Augen (!) anblickt(e)". Der Graf hat die Schöne noch nicht einmal gebissen und behauptet dennoch: "Zu spät! Du entreißt sie mir nicht mehr!" Wenig später ist das ganze Schloss von einem Rumoren und Toben erfüllt, woraufhin der Graf erklärt:"Meine Freunde haben ausgeschlafen, sie kommen herauf zu uns ins Schloss!" Dabei sind Tag und Nacht die Vorhänge zugehängt, so daß die Vampire, wie Griest später bemerkt "noch vor Sonnenuntergang aus ihren Särgen steigen können". Warum alle auf einmal und warum alle so spät? - Dracula wird durch Peter Griests Improvisationstalent (das Kreuz, das aus den beiden Leuchtern gebildet wird) und durch den letzten Rest Sonnenlicht in die Flucht geschlagen! Der Arme! - Schlußszene: Elenor Dark und Peter Griest wollen zur Schloßtür hinaus, als ihnen Professor Dark, kurzfristig vom Vampirologen und Theoretiker zum handfesten Studienobjekt mutiert, den Weg vertritt. Wieder wird ein Vampir durch Peters Geschick vertrieben (nur woher wollen die beiden wissen, daß Jim, der in der besagten Szene gar nicht mitspielt, auch zum Vampir geworden ist? Siehe Dialog zwischen Elenor Dark und Peter Griest: "Und Jim? Was ist mit Jim?" P.Griest: "Er ist auch ein Vampir! Hast Du nicht die Wunden an seinem Hals gesehen?" Daß Peter Dinge weiß, die er gar nicht sieht bzw. gesehen haben kann, kann auch nicht mit rechten Dingen zugehen.) - Marathonlauf vom Schloss bis zum Inselstrand (merkwürdig ist nur, daß die Wanderung zum Schloss so anstrengend war, daß Elenor "kaum noch gehen" konnte. Unter Einbeziehung der verschwindend geringen Zeit, die den beiden noch bis zum Sonnenuntergang verbleibt, ist das schnelle Erreichen des rettenden Strandes, wobei Peter noch im Vorübergehen einen schweren Holzsarg unter den Arm nimmt, eine beachtliche sportliche Leistung, bei der man als Hörer ebenfalls das Einwirken übernatürlicher Kräfte vermuten kann). - Dann rudern beide im offenen Sarg (Peter Griest. "Ein Sarg genügt für uns beide!") auf die offene, aber sichere See hinaus (Vampire schlafen nach Auskunft von Peter Griest ja bekanntlich lieber darin, als damit zu schwimmen, denn fließendes Wasser ist ja für Vampire reichlich unbekömmlich). Dort müssen sich die beiden gegen eine reißende Strömung, an der vielleicht ja auch die Brigg in der Eingangsszene gekentert ist, zur Wehr setzen. Es gelingt ihnen mit wilder Entschlossenheit und kurz darauf haben beide die "unsichtbare" Insel hinter sich gelassen und werden von einem vorbeifahrenden Schiff gerettet. Grund genug also für das liebliche Fräulein, kurzfristig noch einen kleinen Schönheitsschlaf einzulegen, was gegenüber Peter Griest nun wirklich "nicht fair" ist! Na ja, wenigstens überleben die sympathischsten Figuren bis zum Ende, das seinerseits vielleicht ein wenig konstruiert (ein Sarg als Floß?!), aber letzten Endes doch halbwegs glaubwürdig ist.
Alles in allem ein (recht) gelungenes Hörspiel, dessen Stärken in der Funktionalität seiner Atmosphäre, der Differenziertheit seiner Charaktere (auch wenn Peter Griest in der Vielzahl seiner Improvisationstätigkeiten ein wenig zu klischeehaft und unglaubwürdig wirkt) liegen und das durch die gute Leistung seiner Sprecher überzeugt, wobei Heidi Schaffrath alias Elenore Dark meine (ganz) persönliche Favoritin ist. Die Frau hat wirklich eine ziemlich sexy Stimme, die auch gut zu dem Charakter, den sie mimt, passt. 7,0 bis 7,5 Punkte von 10 insgesamt!

Sven-Oliver Elbracht (sven-oliver.elbracht[at]uni-bielefeld.de) schrieb am 06.07.01:
Ein besonderer Kritikpunkt, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde, ist die geradezu frappierende Ähnlichkeit dieser Folge mit der Nummer Eins vom "Dämonenkiller"! Wer das Hörspiel "Im Zeichen des Bösen" kennt, wird sicherlich auch die Feststellung machen, daß wir es hier mit ähnlichen Gegebenheiten und nicht selten geradezu identischen Charakteren zu tun haben. Zufall? Als direkte Beispiele für die Richtigkeit dieses Vergleiches möchte ich hier noch kurz eine Gegenüberstellung der wichtigsten Figuren geben: Doran - Vukujev (Rolle des missgestalteten, teilweise sogar debilen Dienstboten), Lilian - Elenore (die schöne Frau; bei Vlcek Ehefrau eines berühmten Journalisten und bei Francis die überaus liebreizende Professorentochter), Kaufmann Hammand - Elmar Landrop, der reiche Großgrundbesitzer bzw. Geschäftsmann aus Kapstadt (in der Gruselserie fällt diese Figur als erster der Schiffbrüchigen Graf Draculas Blutdurst zum Opfer, beim Dämonenkiller ist allerdings schon zu Anfang klar, daß besagter Herr in Wirklichkeit ein Dämon ist!), Graf Dracula - Gräfin von Lethian (die dämonischen Schloßherren, wobei Dracula "nur" nach dem Blut seiner Opfer giert, während Anastasia um die Gunst des Teufels wirbt), Peter Griest + Professor Dark könnte man in ihrer Doppelrolle mit Dorian Hunter, seines Zeichens Experte in Okkultismus und (Schein-)Mitglied des Schwarzen Kreises, vergleichen, jedenfalls erfüllen sowohl Dark als auch Griest (aber nur beide zusammen!) eine ähnliche Rolle wie Dorian Hunter in seiner eigenen (Hörspiel-)Welt. Unabhängig von der Aufstellung und spezifischen Funktionalität der Figuren gibt es im Handlungsverlauf selbst, zumindest in weiten Teilen, deutliche Entsprechungen. Beispiel: (1) Gruselserie: Wir kennen diese Szene bereits aus den "Unstimmigkeiten". Erzähler: "... und dann öffnete er (Peter Griest) eine Tür und sah Elenore. Über ihr stand ein großer schwarzgekleideter Mann, der ihn mit blutunterlaufenen, traurigen Augen anblickte." Peter Griest: "Graf Dracula!" Die Idee, dem beißwütigen Vampir noch eine menschliche Facette zu geben, so daß es aussieht, als wäre Dracula ein Opfer "einer unheilvollen Krankheit" (nämlich des Bösen), ist sicher nicht schlecht, nur sollte sich Francis für EINE von beiden Seiten entscheiden. (2) Dämonenkiller: Erzähler: "Dorian betrat den Festsaal. Hier hatten sich die anderen Gäste bereits um die Gräfin versammelt und ihre Gesichter erschienen im Licht der Kerzen fahl und alt. Dorian erschrak, er hatte das Gefühl in einen Kreis von Menschen zu treten, die von einer unheilvollen Krankheit geschwächt und schwer gezeichnet waren; und von denen dennoch eine Drohung ausging."
Als zusätzliche Unstimmigkeit fällt mir noch die "Lapalie" auf, daß Kapitän Humunk, als er vor der Vampirinsel mit seinem Schiff auf Grund gelaufen war, kaum Zeit oder technisch gesehen keine Möglichkeit gehabt haben dürfte, Dracula mitzuteilen, wieviele Schiffbrüchige ihm gegebenenfalls zum Opfer fallen würden. Woher bitte schön kommen dann auf einmal die vielen Särge (die ja allem Anschein nach als Ruhestätte für die fünf zukünftigen Vampire gedacht waren!), die vor Dorans Jagdhaus stehen? Funkgeräte dürfte es auch im späten 19. Jahrhundert noch nicht gegeben haben und Telegraphie als etwaige Kommunikationsmöglichkeit scheidet ebenfalls aus!
P.S.:Denkt und schreibt, was ihr wollt. Ich jedenfalls finde eine unromantischere Geschichte mit einer häßlichen Professorentochter (siehe Fipsy, die gar keinen Vater hat, in "Larry Brent", Folge 1) nicht unbedingt besser. Mag ja sein, daß gewisse Motive wie das der ebenso schönen wie männlichen Schutzes bedürftigen Professorentochter, insbesondere deshalb weil hier gewisse Anleihen an die Motivgeschichte der abendländischen Romantik offensichtlich werden, ein wenig kitschig und überzogen wirken, aber sie helfen letzten Endes doch dabei, eine schauerlich-schöne Atmosphäre zu erzeugen; und für alle, die es nicht wissen: Die klassische Gespenstergeschichte hat sich in der deutschsprachigen Literatur aus den Motiven und Erzählungen der sog. "Schauerromantik", deren wichtigster Vertreter der legendäre E.T.A. Hoffmann, der seinerseits zum literarischen Vorbild für E.A. Poe wurde, war, entwickelt. Von daher besitzen die geradezu klassischen Gespenstergeschichten, zu denen ich auch "Draculas Insel" zähle, in dieser Hinsicht eine gewisse Tradition.

Dennis Lemmler (lemmler[at]gmx.de) schrieb am 25.07.01:
Der hier behandelte "Fehler" findet sich nicht auf der Kommentarseite, sondern in der Rubrik "Unstimmigkeiten". Dort moniert Sven-Oliver Elbracht, daß in "Draculas Insel, Kerker des Grauens" Graf Dracula als Mann mit "blutunterlaufenen, traurigen Augen" beschrieben wird. Über das "traurig" kann man sich ja noch streiten (selbst in der Gruselserie kann ich mir zumindest Gottfried Kramers Dracula mit traurigem Blick vorstellen), aber daß Dracula keine blutunterlaufenen Augen haben könne, da er als Vampir ein blutleerer Zeitgenosse sei, ist schlicht und ergreifend falsch. Schon in Bram Stokers Roman ritzt sich Dracula die Brust auf und zwingt Mina dann, SEIN Blut zu trinken. Also muß ein Vampir auch Blut im Körper haben, so daß nichts gegen blutunterlaufene Augen spricht.

Ripper (---) schrieb am 10.09.01:
Triviales Zeugs, das mit ein paar sprachlichen Tricks atmosphärisch spannend aufbereitet wurde. Eher belanglos als wirklich wahrscheinlich beabsichtigte Graf Dracula auf seiner Privat-Insel ein Alters- oder Erholungszentrum für "lebensunlustige" Vampire einzurichten. Daher kommen die fünf neuen Kunden, die auf dem Seewege zu ihm gelangen, ihm wahrscheinlich wie gerufen. Kapitalistische Lebensplanung macht selbst bei altgedienten Vampiren, die zudem noch kurz vor der Pensionierung stehen, noch Schule. Daher ist auch nur ein mäßig spannendes bis teilweise mangelhaftes Hörspiel dabei zustande gekommen. Im Vergleich zu Folge 8, die neben Folge 17 mein absoluter Favorit hier ist, fällt dieses Hörspiel qualitativ deutlich ab. Alles in allem nur ein billig verzerrter Abklatsch des "Gräfin Dracula"-Plots (Folge 8).

Ripper (---) schrieb am 09.10.01:
Hoffentlich hatte Kommilitone Volker wenigstens bei diesem Hörspiel seinen langersehnten Orgasmus, denn sonst dürfte es uns Fans doch schwerfallen, trotz der Kommentare anderer und aktueller Charts die Qualität zu bestimmen! Ich persönlich finde es zwar ein wenig morbid, bei Grusel-Hörspielen, die durch ihr Vampirismus-Thema schon einen unterschwelligen Hang zur Nekrophilie haben, noch von sexueller Erregung zu sprechen, aber glücklicherweise haben wir nicht alle denselben Geschmack. Zwar bekam ich beim Hören von Folge 6 auch keinen Orgasmus, aber dennoch fand und finde ich diese Folge ziemlich spannend und auch originell. Vielleicht schreibst Du ja mal, wie ein Hörspiel oder ein Film überhaupt gemacht sein muss, damit Du in ekstatische Verzückung gerätst, lieber Volker.

Sven-Oliver Elbracht (sven-oliver.elbracht[at]uni-bielefeld.de) schrieb am 15.10.01:
Zu Dennis L.: Nein, deiner Kritik die Richtigkeit der von mir aufgezeigten Unstimmigkeit betreffend, kann ich nicht zustimmen. Allein schon der Verweis auf Stokers Dracula, wo der untote Graf Jonathan Harkers Verlobte Mina zwingt, von seinem (!) Blut zu trinken, ist bei direkter Gegenüberstellung dieser Erzählung mit Francis' "Comic"-Dracula doch sehr unsinnig. Der Dracula der Stoker-Erzählung ist eine romantische, fast schon mystische Figur, welche die Fremdartigkeit ihrer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hinter einer Fassade aristokratischer Unnahbarkeit und bourgeoiser Dekadenz geschickt zu verbergen weiss. Im Kreise der oberen Zehntausend, die nach aussen hin moralisch-sittliche Integrität und (sogar!) Prüderie demonstrieren, aber sich hinter den Kulissen den bizarrsten Exzessen und sexuellen Obsessionen hingeben, findet Dracula eine ideale "Tarnfläche" für seine vampiristischen Neigungen, die hier im Gegensatz zu "Draculas Insel" sehr viel hintergründiger thematisiert werden.Erst bei der geradezu anatomischen Gegenüberstellung würde sich der Unterschied zwischen Dracula und den anderen Mitgliedern der viktorianischen high-society wirklich bemerkbar machen, da es auch hier im äussersten Angesicht menschlicher Entartung und Ausschweifung noch einen klaren Unterschied zwischen menschlicher "Entartung" (in moralisch-sittlicher Hinsicht) und wirklicher Dämonie, also Vampirismus gibt. So gesehen könnte Stoker auch eine ins Zeitalter des Viktorianismus versetzte Neuversion des legendären Marquis de Sade geschaffen haben, der seine wirkliche Indentität NUR im Kreise einer durch und durch dekadenten Obrigkeit preiszugeben wagt. Allein schon an dem Verhalten bzw. der Distanziertheit, mit der der Vampir bei Stoker auftritt, lässt sich ein klarer Unterschied zu H.G. Francis aufzeigen. Die Dracula-Figuren bei Stoker und bei Franciskowsky sind also grundlegend voneinander getrennt, wobei Franciskowskys Dracula eher wie ein Mensch erscheint, der sein Leben bzw. sein Schicksal gründlich leid zu sein scheint. Entsprechend der romantisch-literarischen Aufbereitung des osteuropäischen Vampir-Mythos durch Bram Stoker, ist man, also hier Stoker, auch mit der Darstellung des klassischen Vampirs, der so ganz und gar nicht in die "aufgeklärte" viktorianische Gesellschaft passt, etwas grosszügiger verfahren und hat viele der typisch vampirischen Eigenschaften in den Hintergrund treten lassen. Ein Beispiel dafür ist die angesprochene Szene, wo Dracula Mina zwingt von seinem Blut zu trinken; allerdings erst nachdem er, soweit ich es noch aus der Erinnerung weiß, von Minas Blut getrunken hat! Analog dazu ist ja das Bedarfs- und Konsumpotenzial an Menschenblut bei dem blutleeren Gruselphantom ausgesprochen hoch, da es ihm, dem Vampir, sonst sehr schwerfallen dürfte den Sarg oder Friedhof aus eigener Kraft zu verlassen. Auch und gerade die angesprochene Prozedur, nämlich dass lebendige Frauen das Blut von Untoten trinken müssen, taucht in den historischen Überlieferungen, die bis in unsere heutige Zeit das Bild bzw. das Verständnis vom Vampir prägen, eher selten auf und ist somit als direkter Bezugspunkt zum klassischen Vampirismus ziemlich irrelevant; wahrscheinlich ist damit eher eine magische Vereinigungszeremonie, vielleicht eine Art von Totenhochzeit, gemeint, bei deren offensichtlicher Verneinung christlicher Kulthandlungen man als Leser auch einen pseudo-sakralen,sprich satanistischen Hintergrund vermuten kann. In jedem Fall ist Franciskowskys Dracula, der mit "blutunterlaufenen, traurigen Augen" durchs "Leben" läuft, eine ziemlich bizarre Figur, die auch in ihrer ganzen literarischen Funktionalität nicht so ganz zum klassischen Repertoire der Gespenster-und Vampirgeschichten passt, aber diese Kritik beziehe ich AUSSCHLIESSLICH auf die Figur Draculas, nicht auf die Geschichte im Ganzen. Ich will hier auch keinen "Gelehrtenstreit" vom Zaune brechen, aber das neuzeitlich-modernistische Vampirismus-Motiv, so wie es Bram Stoker und ein knappes Jahrhundert später insbesondere auch Literaten wie Jason Dark und H.G. Francis umfunktioniert haben, ist an sich schon eine ziemliche Verfälschung des historischen Originals, was leider schon in der Spätromantik mit Literaten wie Lord Byron, Tolstoi und Turgenjew seinen (un-)rühmlichen Anfang nahm, auch wenn diese Gespenstergeschichten sehr gut und spannend geschrieben worden sind. Alles in allem aber bleibt es so, dass der klassische, d.h. der wirkliche Vampir eine vollkommen blutleere Gestalt ist bzw. sein muss. So gesehen muss und wird die von mir angezeigte Unstimmigkeit "schlicht und ergreifend (richtig!)" sein.

Volker Pietsch (cushing[at]uni-muenster.de) schrieb am 16.10.01:
Das ist spaßig: Von jemandem morbid genannt zu werden, der sich Ripper nennt. Liege ich falsch, wenn dieser Name bei mir Assoziationen zu einem gewissen Jack weckt? War der nicht zu seiner Zeit ein rechtes Früchtchen? Doch genug, ich möchte noch einen Bogen zur Folge 10 schlagen. Sonst müssen wir noch ein eigenes Forum aufmachen. Also: "Draculas Insel" verzückt mich in der Tat. Vom Untergang der S. Maria an bis zur Flucht ein atemloser Trip. Jedes Element erhält Sinn (Na ja, okay...) und Zweck (Den aber um so mehr!). Die Rädchen des Getriebes greifen ineinander. Die Zwillings-Alvarez dagegen gleicht James Bonds BMW in "Goldeneye": Taucht kurz auf, bringt die Handlung aber nicht voran. Das ist unbefriedigend. Doch genug auch der sexuellen Metaphorik. Ich gebe ja zu, selbst "Duell" ist noch eine feine Folge, aber im Duell mit dem "Inselduell" Nr. 10 bleibt sie auf der Strecke.

Volker (---) schrieb am 26.10.01:
Der Vampir ist nur blutleer, wenn er sich schon seit längerem keinen mehr hinter die Binde gebissen hat. Nach seiner kleinen Sauftour durch die ungarischen Dörfer war der Graf, wie Jonathan ihn im Roman auffand, meiner Erinnerung nach voll davon wie ein fetter Blutegel. Auch die historische Vampir-Paranoia in Osteuropa nahm ihren Anfang, als man Leichen exhumierte, die keinerlei Anzeichen von Verwesung trugen, sondern im Gegenteil in Saft und Kraft lagen (tatsächlich offenbar das Resultat von blähenden Fäulnisgasen). Insofern müsste "blutunterlaufen" erlaubt sein.

Dennis (lemmler[at]gmx.de) schrieb am 27.10.01:
Zu Sven-Oliver: Es scheint mir, daß Du Stokers Roman in einer schon grotesken Weise überschätzt, was wohl auch der Grund für Deine - nichts für ungut - schäumenden Beiträge zu Francis' Dracula-Hörspielen ist. Stoker selbst hätte sich wohl darüber amüsiert, auch wenn er ja ein völlig humorloser Mensch gewesen sein soll. Egal, was sich an Freud-Versatzstücken in Stokers Unterbewußtsein abgespielt hat: Er schrieb seine Romane und Geschichten, auch den Dracula, ausschließlich, um Geld zu verdienen, und hatte dabei keinen höheren Anspruch, als die Leser zu unterhalten. Über die später einsetzende Interpretationswut wäre er wohl einfach entsetzt gewesen; in Francis' Hörspielen hätte er sich jedoch viel eher zu Hause gefühlt, da auch die nur Unterhaltung sein wollen.
Daß man den Roman - sei es als Hörspiel, sei es als Film, literarische Variation oder was auch immer - auch als Ausgangspunkt für "philosophische" oder gesellschaftskritische Plots nehmen kann, versteht sich von selbst, aber tatsächlich entfernt man sich damit von Stoker, der mit "Dracula" ein literarisch mittelmäßiges, aber spannendes Buch geschrieben hat (also das, was George Orwell wohl ein "gutes schlechtes Buch" genannt hätte). Vielleicht machst Du Dir mal den Spaß, andere Romane und Erzählungen von Stoker zu lesen: Du wirst auf das Werk eines ganz soliden, aber durch und durch konventionellen Unterhaltungsschriftstellers stoßen.
Insgesamt kann ich Deine Verklärung des Buches nicht nachvollziehen. Zum Beispiel behauptest Du, daß Stokers Vampir (im Gegensatz zur Francis-Version) seine wahren Vorlieben und Bedürfnisse geschickt hinter der Maske gesellschaftlicher Konventionen zu verstecken weiß. Da haben wir anscheinend verschiedene Bücher gelesen. Schon bei Stoker hat doch jeder in Transsylvanien eine Heidenangst vor dem Grafen; als ein Kind verschwindet, weiß die entsetzte Mutter sofort, auf wessen Schloß sie es zu suchen hat, und auch Harker hat den Grafen doch schon nach kürzester Zeit durchschaut. Also bitte ... Und um noch mal auf die Geschichte mit dem Blut zurückzukommen: Du erinnerst Dich richtig: bevor Mina Draculas Blut trinken muß, hat der sich wiederum an ihr verköstigt. Aber was ist für Dich die Folge? Daß Mina ihr eigenes Blut schlürft? Das wäre doch albern. Warum sollte sie denn dann ebenfalls vampirische Anwandlungen bekommen und unter Draculas Bann stehen? Weil sie Dracula sexuell verfallen ist? Das widerspräche ihrem ganzen Verhalten auch nach dem Blutkonsum; auch ihre einsetzende physische Transformation erklärt es nicht. Weil ihr eigenes Blut in Draculas Leib von irgendwelchen bösen Vampir-Bakterien verseucht wurde? Ganz bestimmt. Es ist einfach Draculas Blut, und somit bleibt Deine "Unstimmigkeit" - zumindest in meinen Augen - eine logische, konsequente Notiz in einem gelungenen UNTERHALTUNGShörspiel.
Inwieweit das mit der Vampirtradition vor Polidori, Le Fanu, Turgenjew etc. bricht, ist hier völlig gleichgültig, da wir es explizit mit Stokers mit Blut gefüllter Figur zu tun haben und nicht mit dem, wie Du es nennst, "klassischen, wirklichen Vampir". (In der Beziehung magst Du ja recht haben, aber dann müßtest Du Deine Kritik auch auf Stokers Roman erweitern. Was aber Stoker erlaubt ist, muß auch Francis gestattet sein.) Daß Francis Details aus Zeitgründen geglättet oder auch verändert hat - who cares? Insgesamt ist er Stokers Vampir (natürlich nicht zuletzt durch die hervorragende Interpretation Charles Regniers) so gerecht geworden, wie es ihm Art und Zielsetzung der Produktion erlaubt haben. Reine Werktreue hingegen war noch nie ein Garant für eine gute Adaption. Und damit will ich die Diskussion auch mal beenden, das letzte Wort überlasse ich gerne Dir. Lebe lang und in Frieden, Dennis.

Victor (---) schrieb am 27.10.01:
Super Hörspiel, vielleicht das beste der Serie. Nur Matrose Jim nervt ein wenig. Er redet trottelig (wahrscheinlich mit voller Absicht) und redet irgendwie "schwul". Beispiel, bei dem es sehr gut zu hören ist: "Das ist nicht die Stimme von Hammand", das hätte man besser machen können, denn diese "schwule" Stimme führt zu einer eher unfreiwilligen Komik. Ansonsten eines meiner Lieblingshörspiele.

Martin (gerdbopp[at]hotmail.com) schrieb am 17.12.01:
mann, was hatte ich damals Angst ....

Sigurd von Arnim (sigurd_von_arnim[at]hotmail.com) schrieb am 22.12.01:
Bizarr. Grotesk. Skurril. - Vielleicht läßt sich "Draculas Insel" mit diesen Adjektiven einigermaßen adäquat beschreiben. Die Story ist derart schwachsinnig, daß sie schon fast wieder genial ist. Dracula, dessen Tod "in allen Zeitungen gestanden" hat, nistet sich mit "mehr als hundert" Artgenossen und einem knoblauchsüchtigen Sargmacher auf einer unsichtbaren Insel vor der imaginären Küste Transsylvaniens ein und schickt einen mechanischen Menschen auf Opferjagd; dessen abgeschlagener Kopf begrüßt unsere munteren Seefahrer dann auch noch auf des Grafen Schloß, wo der Eingang zur Gruft unter einem Sofa versteckt liegt, und am Ende hat Kommilitone Peter die bahnbrechende Idee, einen frisch gebastelten Sarg zum Floß umzufunktionieren. Was kann man dazu noch sagen? Eigentlich nicht viel. Stellt sich nur die Frage, wieviel man gekifft haben muß, um sich einen derart brillanten Unfug ausdenken zu können. Fast schon bewunderswert, wie Francis es schafft, in knapp 40 Minuten Spielzeit sämtliche Versatzstücke konventioneller Vampirfilme zu verbraten. Sucht man nach einer im weitesten Sinne niveauvollen oder kohärenten Version des Vampirmythos, so steht man hier auf verlorenem Posten. Wem es aber einfach nur um ein kurzweiliges "listening for the plot" geht, der ist genau richtig. Die Sache macht einfach einen Riesenspaß. "Kerker des Grauens" ist für mich - neben den unfaßbar absurden "Blutfürsten" natürlich - der ultimative Hörspiel-Trash zum Immer-wieder-Hören. Schlicht und ergreifend "Kult" (und bei mir hat dieses Wort Gewicht, weil ich es nur sehr sparsam verwende). Wunderbar klischeeüberladene Dialoge, herrlich stereotype Rollenmuster, viele unvergeßliche Momente ([Jim:]"Was mit dem ist? Der ist mausetot; sehen Sie das nicht?"; [Hammand:] "Jaaa, du bist mein liebes Mädchen!") und diverse déjà-vu-Erlebnisse ([Humunk:] "Gehen Sie doch rein. Bei diesem Sturm hört uns doch niemand!" - [Griest:] "[...] dort steht eine Tasse Tee. Sie dampft noch - aber es scheint niemand zu Haus zu sein ..."] - kommt mir als Super-Fan von Folge 8 irgendwie bekannt vor. Die vorhersehbare Handlung strotzt nur so vor logischen Brüchen und Widersinnigkeiten, wird aber äußerst temporeich und lebendig erzählt, so daß das hohe Spannungsniveau nie absinkt und es keine Sekunde Langeweile gibt. Den Schematismus der Handlungsführung überdeckt Francis geschickt durch eine dynamische und für seine Verhältnisse erstaunlich differenzierte Figurenkonfiguration. Anders als in der "Gräfin", wo sich alle Eingeschlossenen über ein gemeinsames Gefühl von Angst/Mißtrauen/Aversion gegen Draculas omnipräsente Tochter definieren und dadurch einen in sich geschlossenen Block bilden, sind hier die Protagonisten von Beginn an in zwei gegensätzliche Fraktionen gespalten: auf der einen Seite die "Akademiker" Dark nebst Tochter und Hiwi Peter, auf der anderen die "Praktiker" mit Humunk, Jim und Herrn Hammand, der als Kaufmann den wohl pragmatischsten Beruf überhaupt ausübt; der Professor und der Kapitän sind die Exponenten der sich zunehmend feindselig gegenüberstehenden Parteien, jeder aus seiner Stellung einen Führungsanspruch ableitend ("Sie lügen, Humunk!" - "Was fällt Ihnen ein, Professor!"). Alles in allem eine Konstellation, die mich ein wenig an Stevensons "Schatzinsel" erinnert (als Kind eines meiner Lieblingsbücher!). Der tumbe Jim wird, obgleich er offenbar nie eine höhere Bildungsaanstalt von innen gesehen hat, mit zunehmender Handlungsdauer in das akademische Lager integriert. Durchaus reizvoll, daß Francis den 'Feind' unser liegengebliebenen Reisenden dieses Mal nur spärlich auftreten läßt und sich dafür auf Konflikte innerhalb der Gestrandeten-Gruppe konzentriert. Die hochkarätigen Sprecher laufen trotz oder gerade wegen des abstrusen Skriptes zu Hochform auf. Lediglich Gernot Endemann fällt ein wenig aus dem Rahmen, was teilweise aus seiner überzogen theatralischen Darstellungsweise resultiert, teilweise aber auch schon in seiner Rolle angelegt ist: der Part als übereifriger Studiosus, der ohne Unterlaß die mitgereiste Professorentochter angräbt, ist nur bedingt sympathieerweckend; mir persönlich gefällt schon der Name nicht: Peter "Griest", das klingt wie "Griesbrei" oder "Griesgram" ... Heidi Schaffrath - für mich wird sie immer Morna Ulbrandsson bleiben - klingt als schöne Elenor wie immer nett und freundlich, vielleicht eine Idee zu relaxt für die bedrohliche Situation, in der sie sich befindet. Der leicht androgyne Matrose Jim, der mich in seiner Beschränktheit und Faulheit irgendwie an Donald Duck denken läßt, sorgt für Unterhaltung und gelegentliche "comic relief"; allerdings hat Michael von Rospatt mir als irrer Pirat und Haifischfutter in "Gräfin Dracula" noch besser gefallen als hier. Hervorragende Sprecherleistungen erbringen durch die Bank die älteren Semester: Charles Regnier als Dracula natürlich, Wolfgang Rahtjen als dämonischer Zimmermann Doran (allerdings hätte ich den in der Kassettenhülle fälschlicherweise angegebenen Ernst von Klippstein noch lieber in dieser Rolle gehört) und Friedrich Schütter alias Prof. Dark. Sie alle aber werden in den Schatten gestellt von einem genialen Hannes Messemer, der für mich zu den großartigsten deutschsprachigen Schauspielern und Rezitatoren der Nachkriegszeit gehört. Überaus gelungen ist auch die musikalische Untermalung; ich wage außerdem die These, daß "Draculas Insel" die einzige Folge ist, bei der in der '87er-Neuaflage die Musik besser ist als in der Originalversion - besonders gefällt mir klanglich 'Hammands Tod' - hat irgendwie was von Bruckner oder Mahler. Wie dem auch sei, eine großartige Folge, für mich die drittbeste der Gruselserie. Von mir 9,0 Punkte von 10,0.

Jochen (jochen4711[at]hotmail.com) schrieb am 19.04.02:
in diesem forum werden ja viele ungereimtheiten (auch ungereimtheiten der kategorie "merkt-man-erst-nach-dem-20sten-mal-anhören-der-folge") aufgedeckt, um so mehr wundert es mich, dass sich hier niemand fragt wer denn diesen intelligenter roboter da gebaut haben soll. "Es sind wohl schon über hundert jahre her" ... als es noch nicht mal'n taschenrechner gab aber schon künstliche intelligenzen aus metall durch die meere schiffen??? dracula & co waren ja keine wissenschaftler, die (noch nicht mal dann) einen roboter hätten bauen können. das war für mich damals schon ein kritikpunkt an dieser ansonsten aber "relativ" guten folge. zurecht wird in dieser folge auch gar nicht erst der versuch gemacht die existenz oder herkunft des humunkulus plausibel zu machen (vergl. Monsterspinne). wie auch! noch was zu dem kruzifix, also wenn gekreuzte arme sicheres abwehrmittel gegen vampire sind haben wohl nur die einarmigen unter uns berechtigten grund zur sorge.

Florian (florian.forrest[at]freenet.de) schrieb am 24.06.02:
Allerdings ein echtes Thrash-Feuerwerk, daß aber die Atmosphäre alter Vampirklassiker atmet und deshalb eine der besten Folgen dieser Serie darstellt. Die Antwort auf die oben häufig diskutierte Frage, wen Dracula anschreit, ihn durchzulassen, da er sonst zu einem Häuflein Asche zerbröseln würde, liegt doch eigentlich klar auf der Hand. Ein paar Sätze vorher hat Dracula - zu diesem Zeitpunkt noch ganz relaxt - Peter und Elenor auf die Geräusche aus der Gruft hingewiesen und erklärt, daß die anderen Blutsauger nun ihre Särge verlassen hätten und auf dem Weg zu ihnen seien. Ergo hatte das örtliche Blutsammel-Kommitee gerade den Eingang erreicht, als ihr zutiefst düpierter Gebieter die Räumlichkeiten mit flatterndem Umhang durch denselben verlassen wollte. Außerdem verfolgten besagte Vampire dann unsere flüchtenden Insel-Hopper noch bis an den Strand. Dem Grafen standen zu besagtem Zeitpunkt einfach seine eigenen drögen Zombies im Weg, die er mal eben zu Seite scheuchen musste, um zu entkommen!

DerFieseUdo (FragileLittleMind[at]gmx.de) schrieb am 27.06.02:
Mann, ihr habt vielleicht Probleme. Im zarten Alter von etwa 10 Jahren habe ich etwa die Hälfte der Aufnahmen der Gruselreihe mein eigen nennen dürfen. Auch die ansonsten so scharf kritisierte 'Mörderspinne' hat mich angenehm ergötzt. Vor einigen Tagen habe ich, aus Gründen der Nostalgie, mir die gesamten Hörspiele noch einmal zu Gemüte geführt, ebenso wie die anderen neun, die ich in meiner Kindheit versäumte und es ärgert mich tierisch, daß ich nicht auch die schon damals gehört habe. Als Kind ist man halt einfach viel einfacher zu beindrucken, und wer mit zehn Jahren auch nur eine einzige Folge der Gruselreihe nicht zumindest ansatzweise gruselig fand, tja, der hatte eine sehr schwere Kindheit. Nichtsdestotrotz erinnere ich mich zuerst an 'Kerker des Grauens', wenn ich an die Gruselreihe zurückdenke, wahrscheinlich deshalb, weil sie eine so hoffnungslose Situation schildert wie keine andere Folge dieser Reihe. Und eben dieses absurde Szenario wirft erstmal alle gängigen Klischees über den Haufen, und eröffnet dem Zuhörer ganz andere Perspektiven und Phantasien als die doch recht drögen Stereotypen der heutigen Medienlandschaft. Wenn das Hörspiel 'Graf Dracula' das 'Scream' der Gruselreihe ist, ist 'Kerker des Grauens' das 'Dark City'.Dennoch sind sie alle ausnahmslos genial, versucht es mal wieder mit den Ohren eurer Kindheit zu hören. So genug geschwafelt.

Marcel Porcher (---) schrieb am 03.12.02:
Ein Besuch auf Draculas Insel bedeutet den sicheren Tod: Die Schiffbrüchigen der Santa Maria retten sich auf einer seltsamen Insel. Dort lauert das absolute Grauen! Die Gestrandeten müssen sich gegen Dracula, eine Vampirarmee, sowie einen künstlichen Menschen zur Wehr setzen. Abgesehen von ein paar kleinen Fehlern ist Folge 10 wirklich gelungen und gruselig erzählt.

Professor Venedig (---) schrieb am 03.01.03:
Es sind wohl nun schon fast hundert Jahre her ... Hier ist sie, die beste Folge von allen! Mit dem besten Cover von allen! Wer denkt sich bloß so eine Geschichte aus? Offensichtlich jemand mit recht eigenwilligen Anschauungen über Geographie und den technologischen Stand des späten neunzehnten Jahrhunderts. Wer um alles in der Welt hat denn damals den netten Kapitän Humunk entworfen und konstruiert? So einen möchte ich nämlich auch in Auftrag geben. Und die "Tarnvorrichtung" rund um die Insel ist ja auch noch mal ein Thema für sich. Auch scheinen die Leute wohl über Vampire bestens im Bilde zu sein. Draculas angeblicher Tod stand in allen Zeitungen, und niemand findet die Idee, dass es so etwas wie Vampire tatsächlich gibt, in irgendeiner Weise absurd. Ich finde übrigens nicht, dass Professor Dark an den Professor Abronsius aus "Tanz der Vampire" erinnert. Letzterer ist eher ein Komödientrottel, während Professor Dark wie ein total Besessener wirkt. Interessant ist auch die "Verführungsszene" zwischen Hammand und dem lieblichen Fräulein Elenor. Wäre Hammand bei den Anderen eigentlich genauso vorgegangen? "Zeigen Sie mir ihren Hals, Professor Dark! Oh, Ihr Hals ist so schön, ich möchte Ihren Hals küssen, Professor!" Am Ende hat es wohl Elenor doch noch erwischt, oder? Und was kommt da wohl für ein Schiff an? Ich tippe mal auf die Santa Maria II unter dem Kommando von Kapitän Robot. Besonders interessant fand ich ja immer Professor Darks Zufriedenheit mit seinem neuen Dasein als Vampir. Wer weiß, vielleicht empfinden Elenor, Peter Griest und die Fawleys das ja ganz genauso, nur wenige Minuten, nachdem wir sie das letzte Mal gehört haben.

Günni (englertschuetz[at]aol.com) schrieb am 09.01.03:
Zweifelsohne die zweitbeste Vampirfolge der Serie nach Dracula, König der Vampire. Allein hörenswert wegen Professor Dark (allein der Name!) und wegen "Wenn's sein muß"-Matrose Jim. Kleine Anekdote aus meiner Kindheit: Ich habe einmal den Fehler begangen, diese Kassettenhülle - aus welchen Gründen auch immer - neben meinem im Dunkeln wenig Licht spendenden Radiowecker auf den Nachttisch aufrecht hinzustellen. Ich bin die Nacht dann aufgewacht .... Noch Fragen???

Dirk (web_searcher[at]gmx.de) schrieb am 10.02.03:
Eins vorweg: dieses Hörspiel halte ich ohne Zweifel für eine der gelungensten Folgen der Reihe. Man sollte auch nicht immer nach unlogischen oder sich widersprechenden Stellen innerhalb des Hörspiels suchen. Was ich jedoch erstaunlich fand, war die wohl atemberaubende Geschwindigkeit ("Eleonor Dark und Peter Griest rannten um ihr Leben"), mit der die beiden am Ende des Hörspiels vom Schloss zur Hütte flüchten, bevor die Sonne untergeht. Als sie sich am Morgen Richtung Schloss begeben, wird der Eindruck erweckt, es wäre ein langer und beschwerlicher Weg; an besagtem Ende aber müssen sie dieselbe Strecke innerhalb weniger Minuten zurückgelegt haben. Sportliche Leistung!

Christian Heidemann (---) schrieb am 13.05.03:
Ich hätte es cool gefunden, wenn Larry Brents MAROTSCH (brilliant gesprochen durch Gottfried Kramer) in diesem zwar spannenden, aber nur mäßig originellen Vampir-Hörspiel mit von der Partie gewesen wäre; vielleicht als Verbündeter des gräflichen Obervampirs. Apropos Dracula: wie gefallen Euch die neuen Folgen von Larry Brent? In Folge 18, die ab Mitte Juni exklusiv im KLASSIKER-Shop erhältlich sein wird, trifft Larry ja auch auf den diabolischsten aller Vampire (nach MAROTSCH versteht sich!).

Ais (---) schrieb am 30.06.03:
Trotz der effektüberladenen Story ein großes Highlight der Gruselserie. Schaut Euch nur das Cover einmal an ...! Dabei überkommen mich Assoziationen an den Dan-Shocker-Roman "Draculas Höllenfahrt". Zwar tritt der Lebemann mit den ausgefallenen Trinkgewohnheiten in dieser Kassette noch immer nicht die Heimreise gen Süden an, aber spannend geht es allemal zu.

Katja (UpperDip[at]web.de) schrieb am 10.07.03:
Wovon ernähren sich die zahlreichen Vampire eigentlich, wenn der Homunculus keine Touristen an Land bringt? Und wer baut neue Schiffe, wenn jedesmal eines für eine Handvoll Passagiere zu Bruch gefahren wird? Alles sehr unlogisch, aber immerhin kurzweilige Unterhaltung mit tollen Sprechern.

Ragnar (raggie70[at]yahoo.de) schrieb am 15.07.03:
Also, auch ich fand die Konstruktion des Roboters sehr interessant, ein Wunderwerk der Technik. Trotzdem ein sehr schönes Hörspiel, das mir damals einen schönen Schauer über den Rücken jagte. Jim scheint ja eher shanghaid zu sein, als freiwillig angemustert zu haben, nach seiner "Arbeitswut" zu urteilen. Und vielleicht hatte ja Dracula den Kapitän losgeschickt, um den Professor Dark zu catchen, damit er einen Diskussionspartner für die dunklen Nächte des Winters hat (frei nach R. Polanski: Tanz der Vampire), er scheint auf jedenfall besser damit klar zu kommen als Professor Ambrosius.

Karsten Sommer (musashi72[at]web.de) schrieb am 15.07.03:
Für mich eine der spannensten Hörspiele der Gruselserie. Hängt vermutlich mit dem Umstand zusammen, dass Vampire für mich die gruseligsten Vertreter sind und mein Cousine damals die LP hatte. In seiner Gesamtheit eine absolute Kurzgeschichte, die mit Spannungsspitzen nur so gespickt ist. Die Akteure sind sehr eifrig bei der Sache und bauen die Spannung tüchtig auf. Bleiben einige Ungereimtheiten und z.T. schwachsinnige Dialoge wie von Dr. Dark: "Wir stranden? Aber das geht nicht!" oder Mr. Hammond, der zunächst aus dem geschlossenen Fenster springt, um nachher wieder an der Tür zu hämmern. Unklar bleibt beim zweiten Hören, wie Mr. Hammond überhaupt in das Haus zu Elenor gelangen konnte, obwohl alles verschlossen war. Naja, zumindest bleibt es auch beim dritten und vierten Hören spannend. Wer will schon von 'ner Horde Vampire (waren es über 100?) ausgelutscht werden?

Florian (shokosugi[at]gmx.de) schrieb am 26.10.03:
Allein wegen dem Cover. Dieser Humunkulus! Ich hab sie alle wieder auf CD und lausche vor dem Einschlafen. Ein echter Spaß.

Harald (---) schrieb am 09.05.04:
Bis auf das dürftige Ende ist die Story gar nicht schlecht. Aber: Insel vor der Küste Transsilvaniens? - Transsilvanien (Siebenbürgen) liegt in den Karpaten im Landesinneren. Eine solche Insel kann es also nicht geben!

Commander Nolan (Ragnar) (raggie70[at]yahoo.de) schrieb am 19.05.04:
Zu Legrells Fehlermeldung: die Anrede-Fehler des Kapitäns gegenüber dem Matrosen sind meiner Meinung nach keine Fehler. Es ist halt so in gewerblchen Berufen oder bei der Bundeswehr: Wenn man an jemanden eine Anweisung gibt, ist es meist das "Sie", und wenn es Kommentare beziehungsweise Bitten sind, kann es schon mal das "Du" sein. Da sprech' ich aus eigener Erfahrung.

charli (charlesmanson76[at]aol.com) schrieb am 22.11.04:
DIE BESTE DER GANZEN GRUSELREIHE!! warum??? allein der anfangssatz: "es sind nun wohl schon fast 100 jahre her!" ein absoluter kultklassiker! dann der fund des toten kaufmann hammand ... die musik, die ertönt (neuauflage), die macht mir heute noch bzw wieder gänsehaut! nicht weil ich soo'n schiss habe, sondern weil die soo tief geht und nostalgisch traurig klingt!!! oder die hintergrundgeräusche - regen / leise geige bei "was ist denn mit seinem hals?" (hammands hals) - einfach megakultige musik und tolle geräusche! sehr lebensecht gemacht! es ist mir auch sch....egal, ob es ungereimtheiten gibt oder es keine logische erklärung zum bau und erbauer humunks gibt! mensch, das ist doch sowas von schnuppe!! wichtig ist, dass man sich wohl fühlt, wenn man sie hört! dass man so schön in die zeit der kindheit und auf die insel vor 100 jahren zurückversetzt wird!! der sprecher - auch ein as ... tolle ansagen mit dem nötigen klang zum erschaudern in der stimme! achtet bitte auf die musik, wenn hammand an die tür klopft! "da ist jemand an der tür!" / schneller plötzlicher musikeinsatz von höchstem grusel ambiente, oder? auch das ende ist unvergleichlich. im sarg auf der flucht mit angst vor den 110 vamps ... und dann noch elenor, die einfach ohnmächtig wird! und niemand weiß, warum??!! ist sie doch infiziert? à la sharon tate in tanz der vampire im schneeschlitten auf der flucht aus den südkarpaten? so, meine lieben gruselfans, werde jetzt ins bett gehen und mich per cd 100 jahre zurückversetzen lassen, auf draculas insel in die soo ausichtslose situation der gestrandeten! hoch lebe peter griest, dr dark, elenor, matrose jim, doran & co!! gute georgsnacht wünsch ich euch! gruß, charli

Peter Griest (dieterrumpf[at]hotmail.com) schrieb am 03.01.05:
Als ich mir die Cassette 1981 gekauft habe, fand ich sie supertoll, ganauso wie heute noch. Also Note 1.

Burk (---) schrieb am 14.03.05:
Zu Aslan "Menares" am 02.11.99: Ich meine mich zu erinnern, dass mich das auch mal verwirrt hat. Die Auflösung war: tatsächlich sagt Ungeheuer: "Elenor Dark und Griest" und man muss sich einfach nur das Komma zwischen Elenor und Dark wegdenken - dann ist es stimmig (denn schließlich ist sie ja Darks Tochter).

Alex (rechnung_ebay[at]web.de) schrieb am 26.07.05:
Hallo alle. Also ich muss sagen, dass dieses Hörspiel auch zu den besten und gruseligsten Hörspielen dieser Serie zählt. Ich bin jetzt 28 Jahre und habe dieses Hörspiel zum ersten mal mit etwa 10 Jahre gehört. Davon hatte ich Alpträume bekommen durch diese gruselige Atmosphäre. So eine Wirkung hatte bisher noch kein Horror-Film gehabt. Wobei ich die ersten auch mit 12 Jahre sah (wenn meine Mutter tanzen ging, konnte ich immer heimlich solche Filme sehen). Na ja, war ja auch noch nicht für mein Alter. Damals stand auf den Hüllen: "Empfohlen ab 12 Jahre". In der Neuauflage der letzten Jahre wurde das Empfehlungsalter um zwei Jahre angehoben. Also nicht gerade eine Serie für Kinder. Mehr für Jugendliche und Erwachsene. Ach ja, und spannend ohne Ende. Nur der Schluss war irgendwie kein Schluss. Man wird nicht schlau draus, ob sie wirklich nur ohnmächtig wurde, und ob das kommenden Schiff die ersehnte Rettung war oder nicht. Aber sonst super Hörspiel.

DR. Frank N. Furter (a-kelkenberg[at]web.de) schrieb am 30.07.05:
Diese Folge ist doch nun wirklich toll. Gruselfaktor 0,0, aber dafür Unterhaltungswert 10!! Trash vom Feinsten: also, Dracula ist tot, denn "das hat in allen Zeitungen gestanden"!! Herrlich!! Man denke nur an die Schlagzeilen in Bild, Gala oder Frau mit Herz!! Aber nein, unser aller Lieblingsgraf ist quicklebendig oder soll man sagen, quickuntot?? Er ist in Wirklichkeit nämlich auf eine Insel, "die der Küste von Transsilvanien vorgelagert ist" (nicht etwa Kroatien oder wegen mir Österreich-Ungarn), geflohen, und zwar (wunder, staun) auf eine "unsichtbare Insel"!!! Er hat dann ein Auslandsstudium bei der Fern-Uni Hagen gemacht und zwar in Robotik, so dass es ihm gelang, einen Androiden mit dem verdächtigen Namen Käptn Hummunk zusammenzuschustern, der vor besagter Küste "Hardcore-Schiffe-Versenken" veranstalten muss, um die Schiffbrüchigen einer "kleinen Brigg", die dann folgerichtig auch von 2 Mann gesteuert werden kann, Dracula und seinen 100 (!!!) ebenso durstigen Kumpels zutreiben zu können!!!!!! Kult!!!!!!!!!!!!! Wer sich da gruselt, ist selber schuld - wer hier nicht zumindest 1mal herzhaft lacht, ist wahrscheinlich selber schon tot!!!

Alex (01795970127[at]o2online.de) schrieb am 09.08.05:
Ich war damals ca. 8 jahre alt, mein Cousin war ca. 11 ... er hatte sie sich gekauft und zusammen haben wir die Cassette dann angehört ... ich hatte Angst und Albträume ... wenn ich mich zurückerinnere und nur an das rosa Cover denke ... oder schon alleine die gelbe Cassette machte mir angst ... tja - nun bin ich 28 Jahre alt und stelle fest, nicht der einzige zu sein mit solchen Erinnerungen ... Erfahrungen ... ich habe sie mir auf Ebay ersteigert ... und - die Cassette hat nichts von dem Flair verloren, welches mich schon als Kind tief beeindruckt hatte ... geil - echt geil ... es sind nun wohl schon fast 100 Jahre her ...

charles (silvergreen76[at]aol.com) schrieb am 07.09.05:
Lieber Alex. du weißt ja nicht, wie recht du hast! Es sind nun wohl schon fast 100 Jahre her!!! Der Satz alleine ist schon megakultig und ich muss den immer noch sehr genau und deutlich hören! Sonst spule ich zurück! Denn diese Story ist und bleibt die Number One!!!! Auf der Insel in dieser schaurigen nostalgischen Weise, in der diese Geschichte erzählt wird! Ein Riesenhit! Und ja, Alex, du bist nicht der einzige! Nee, bestimmt nicht! Auch ich habe wie du mit 8-10 angefangen, die HGs zu hören! Aber mit 29 höre ich sie nun wieder! Habe mir mit 28 genau wie du auch alle bei ebay bestellt bzw. ersteigert! Und seitdem gehe ich lieber ins Bett! So schalte ich ab! So entkomm ich in eine andere Welt für eine halbe Stunde! Und so bin ich live dabei vor 100 Jahren auf der Insel, vor der Küste Transsilvaniens! Und zittere immer wieder mit Peter Griest und Elenor Dark mit, wenn sie am Ende die Flucht von der Kerkerinsel antreten! Und bis heute ist nicht nur der Anfang bzw. die Mitte, sondern auch der Schluss das Beste an HG Francis' ganzen Gruselparts! Elenor ... ELENOR???? Das kannst du mir nicht antun! Bitte, Elenor ... Elenor????

Stef (shuttle72[at]gmx.de) schrieb am 15.09.05:
Für mich eine der besseren Dracula-Reihen, vielleicht sogar die beste der Gruselserie. Ich denke, die Musik in dieser Reihe tut viel dazu, weil sie "bedrückend" wirkt, dazu sind nicht nur 3, sondern mehrere Personen mit im Spiel, was den Reiz noch erhöht, abgelegen auf einer von fern nicht sichtbaren Insel. Wie eine Spinne mit Netz, im unsichtbaren Netz gefangen, um zu sterben. Was nicht passte, ist der künstliche Mensch.

ingo f. (enterbender[at]yahoo.de) schrieb am 03.07.06:
die absolut beste und unheimlichste folge der ganzen reihe. teilweise etwas sehr unrealistisch aber egal. die beklemmend düstere atmosphäre konnte in keiner anderen folge getoppt werden ...

Phylax (Phylax[at]harvest-of-sorrow.de) schrieb am 16.08.06:
Hallo liebe Freunde des Dunklen. :) Auch für mich ist diese Folge absoluter Favorit der Hörspielreihe, leider aber auch eine Geißel. Seit Wochen suche ich nach dem kompletten Musikstück (wenn es eins gibt); und zwar erklingt diese absolut herrliche klassische Musikeinlage, die fast noch schöner ist als Richard Wagners "Rheingold", an der Stelle wo Peter Griest und der Matrose Jim den toten Kaufmann Hammand draußen im Regen finden und ins Haus tragen. Leider ist der Abschnitt so kurz, dass mir eine Suche nach dem ganzen Musikstück schier aussichtslos erscheint. Ist das nun wirklich eine Eigenkompositon aus dem Hause EUROPA, oder wurde hier auf ein klassisches Original zurückgegriffen? Ich selbst bin nicht unbedingt ein Klassik-Fan, aber ich mag sehr melancholische Musik, und diese Eigenschaft erfüllt der Abschnitt außerordentlich). Ich hoffe, Ihr könnt mir weiterhelfen.

Filip (Filip4000[at]aol.com) schrieb am 15.05.07:
Diese Folge ist ganz zweifellos eine, wenn nicht DIE Beste der Reihe ... Als Kind habe ich mich immer schon auf Doran gefreut, der seinem Namen selber noch hinzufügt: "Der ALTE Doran ..." Eine HERAUSRAGENDE Atmosphäre ... Nicht einmal annähernd gibt es heutzutage noch solche Hörspiele, damals im Grunde auch schon nicht ...

Tom Fawley (---) schrieb am 09.09.07:
Da "Dracula" auch heute noch zu meinen liebsten Charakteren gehört, gefällt mir auch "Draculas Insel - Kerker des Grauens" sehr gut. War es bei "Gräfin Dracula, Tochter des Bösen" die portugisische Küste, so ist es hier eine einsame Insel vor der Küste von Transsilvanien (!!!). Beiden gemein ist die wundervolle, maritime Atmosphäre. Eine kleine Gruppe gerät auf diese Insel und muß gegen eine große Anzahl von Vampiren kämpfen, bis am Ende fast alle das Zeitliche segnen, so klischeehaft das Ganze auch sein mag, mir gefällt es! Die Rückkehr Charles Regniers als "König der Vampire" ist sehr gut gelungen, auch wenn sein Auftritt doch arg kurz ausgefallen ist. Die Sprecher sind allesamt in Top-Form und die Musik von Carsten Bohn genial. Leider war dies die letzte Vampir-Folge der "Gruselserie", von mir aus hätten es noch ein paar mehr sein können!

der alte doran (ronnitsch[at]web.de) schrieb am 15.09.07:
eine der besten folgen aller zeiten

Ghandi 2 (---) schrieb am 11.11.07:
Auf meiner Top 5 die Nummer 2 (hinter dem Weltraum-Wesen). Und wie alle HG-Hörspiele aus meiner Hitliste hab ich dieses hier gehört, als ich so ca. 10 Jahre alt war. Ich hab kaum geatmet vor lauter Spannung. Da ist es mir völlig egal, wie absurd die Grundidee der Geschichte sein mag, dass die Handlung vor Ungereimtheiten nur so strotzt, die sprachlich-rhetorischen Missgriffe ... Mein Favourit, wie für viele andere auch: Michael von Rospatt als frotzelnder Matrose Jim ("Was mit dem ist? Der is mausetot, sehn Sie das nicht?!"). (Nur auf Heidi Schaffrath kann ich verzichten.) Und natürlich das tolle Unhappy-End. (Auf die Idee, dass es auch ein Anti-Happy End im "Tanz der Vampire"-Stil sein könnte, also dass es Eleonor doch erwischt haben könnte, bin ich ehrlich gesagt noch nie gekommen ...)

Assist.Ludwig (Ludwig.Fuss[at]t-online.de) schrieb am 23.02.08:
Beeindruckend! In kaum einer anderen Episode wird so sehr eine unheimlich-schaurige Atmosphäre erzeugt wie hier. Dazu trägt sicherlich die klasse Backgroundmusik bei; aber auch die Sprecher(allen voran der unvergessene Friedrich Schütter) legen sich mächtig ins Zeug. Sicherlich ist die Handlung fast schon unfreiwillig komisch zu nennen (Dracula zieht um auf eine Insel? Prof. Dark ist venedignarrisch etc.), aber trotzdem auch nach 28 Jahren immer noch nostalgisch absolut hörenswert, leider ziemlich kürzere Laufzeit.

micha (michael.kohnhh[at]freenet.de) schrieb am 10.03.08:
Es waren zu dieser Zeit die besten Hörspiele. Leider sind ja div. Musiken ausgetauscht worden. Zum Glück darf ich diese Serie mit den alten MCs zu meiner Sammlung zählen.

StefanRinas (Walker123[at]hotmail.de) schrieb am 30.04.08:
Naiv finde ich, daß sich Hammand schnell zum Vampir verwandelte, aber bei Elenor verbinden sie ihren Hals und sie verwandelt sich nicht. Der Professor Dark als Vampir ist ein "Weichei", daß er sich von 2 gekreuzten Armen abschrecken ließ. Das war keine gute Idee.

Chris (Pandialo[at]gmx.de) schrieb am 05.12.08:
@Menares: Er sagt "Elenor Dark und Peter Griest". Elenor heißt zufällig Dark ... Elenor Dark. Comprendes?

Melanie (melimouse7[at]aon.at) schrieb am 04.02.09:
Meine Mama kaufte diese Kassetten vor einem Jahr. Es war die erste, die ich mit ihr angehört habe. Ich war ziemlich begeistert.

Mo (mjungen[at]skywalk.de) schrieb am 08.07.09:
Auch diese Folge finde ich sehr gut! Küste von Transsilvanien ist natürlich ..., aber was soll's. Ich will gut unterhalten werden und das schafft die Folge auch heute noch.

Nostromo (SMARTYL[at]gmx.de) schrieb am 09.07.09:
Folge 10 war die zweite Kassette, die ich mir damals im Dezember 1981 gekauft habe. Sie wurde sofort meine Lieblingsfolge und ist auch heute noch eine meiner Lieblingsfolgen! Sicher gibt es da einige "Logik-Mängel", aber was soll's? Ich finde die Atmosphäre dieser Folge einfach genial! Ein Unwetter mit Sturm, Regen und Donner ... eine einsame Hütte ... ach, einfach schön! Ich habe mir zwar die RdK-Folgen auf CD gekauft, höre aber trotzdem jetzt nur noch die Originale, die ich mir von Kassette auf CD überspielt habe, weil die tolle Atmosphäre durch die Musik von Carsten Bohn noch um einiges verstärkt wird. Die neue Musik finde ich einfach schrecklich! Also erfreue ich mich immer wieder auf's Neue über diese tollen Hörspiele aus meiner Jugend! Schade, daß sowas heute nicht mehr produziert wird.

rip-kill (---) schrieb am 01.09.10:
für mich ganz klar das beste hörspiel der gesamten serie, man konnte die verzweiflung der bedauernswerten schiffbrüchigen förmlich spüren, niemals hätte ich damals das teil nachts allein gehört und wenn ich jemanden mit einem besonders gruseligen hörspiel beeindrucken wollte, habe ich "draculas insel" aufgelegt. :)

Manuel (manuel-schewe[at]versanet.de) schrieb am 17.08.11:
Tolle Seite hier! Diese Folge habe ich damals mit 10 Jahren gehört und ich muss sagen, dass sie schon etwas sehr Schauriges hatte. Der Gedanken an a) Schiffbruch b) alte Hütte c) Schloss und d) diverse Vampiere war schon ein echter Schocker! Besonders der dauernde Spruch von Jim ... "Wenn's sein muss!" Und meistens die Antwort! "Es muss!" sind heute Sachen, wo ich drüber schmunzeln muss und auch des öfteren mal zitiere!

Hobgoblin (leftydonovan[at]gmx.de) schrieb am 15.03.12:
Für mich eine der besten Folgen der Gruselserie! Dieses Hörspiel war in meiner Kindheit prägend für mich, ich sage noch heute bei passender Gelegenheit "Wenn's sein muss"! Man kommt einfach nicht mehr davon los - will ich auch nicht!! Hahaha

larspedal (---) schrieb am 23.11.12:
Einige Sprecher (zB. Friedrich Schütter - Professor Dark, Gernot Endemann - Peter Griest) dieser Folge sind in der '79er TV-Serie "PS-Feuerreiter" zu sehen. Auch "Jack" aus American Werewolf" ist mit von der Partie. Ist so ein typisches Lehrstück in Sachen Straßenverkehr, Sozialverhalten, Feminismus und Politik - typisch 70er Jahre eben. Dafür gibts reichlich Nostalgie beim Gucken, was Kleidung, Autos und Einrichtungen angeht. Viel Spaß!

Roman (---) schrieb am 24.11.12:
Cassette rein, Play drücken und den Ton auf "über" Zimmerlautstärke drehen. Leute, ich kann euch nur sagen, meine Wohnung hat sich binnen weniger Sekunden in Dorans alte Hütte verwandelt. Poltern, pochen, hämmern und das Lachen Graf Draculas - superb. Gleichzeitig fühlt man sich als einer der Cartwright-Brüder auf der Ponderosa-Ranch aus der TV-Serie "Bonanza", bei der Friedrich Schütter (Professor Dark) bekanntlich Vater Ben Cartwright (Lorne Greene) seine Stimme lieh. Alles in allem eine exzellent durchkomponierte Horror-Symphonie - einfach meisterhaft.

Patrick (---) schrieb am 17.02.14:
Hier haben wir Dracula zum vierten Male innerhalb der Gruselserie dabei. Diese Folge ist besonders spannend, da die Protagonisten nicht so einfach fliehen können, da sie auf der Insel Draculas festsitzen, sie sind also der Gefahr unwiderruflich ausgeliefert. Mit Friedrich Schütter, Gernot Endemann, Michael von Rospatt, Gottfried Kramer und Heidi Schaffrath sind wieder tolle Sprecher an Bord. Auch die Musik ist sehr gut in das Geschehen eingearbeitet worden. Fazit: Klassische Vampirgeschichte in neuerem Gewand. Sehr überzeugend.

Trelkovsky & Simone Choule (---) schrieb am 17.05.15:
Sowohl in meiner Kindheit als auch heute gehört diese Folge zu meinen Top 5 ... "Wenn's sein muss" ... Es wird Zeit die Gruselserie neu aufzulegen.

Schattenteufel (pitkai[at]hotmail.de) schrieb am 05.02.16:
Eine äußerst spannende Folge, auch wenn es einige Ungereimtheiten gibt. Die tollen Sprecher trösten darüber hinweg. Sollte es eine Neuauflage geben, dann bitte mit der Musik von Bert Brac. Alles andere wäre inakzeptabel. Für mich als eingefleischter Kassettenfan, kommt allerdings eine CD nicht in Frage. Mittlerweile habe ich über vierhundert Kassetten in speziellen Regalen an der Wand hängen.

 

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© Die Gruselseiten (27. Mai 2001)